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DRK-Medieninfo: DRK probt den Ernstfall: Blackout und Evakuierung in Laatzen

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Liebe Redaktion,

anbei erhalten Sie eine Medieninformation des DRK-Landesverbandes Niedersachsen. Unten sind außerdem Fotos für Sie zum Download verlinkt.

DRK probt den Ernstfall:

Blackout und Evakuierung in Laatzen

Hannover, 13. April 2026

(04/2026)

Ein großflächiger Stromausfall erfordert die Evakuierung von 200 Einwohnern. Der Lebensmittelhandel ist vollständig zum Erliegen gekommen, die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld ist nicht möglich, die Versorgung mit Kraftstoffen ist nicht mehr gegeben: Was nach einem Katastrophenszenario klingt, war am Wochenende Teil einer realitätsnahen Übung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Raum Hannover. Ziel war es, Abläufe zu trainieren, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu stärken und die Versorgung der Bevölkerung unter erschwerten Bedingungen sicherzustellen.

Im Rahmen einer Fortbildung von ehrenamtlichen Kräften des DRK-Betreuungsdienstes, die am Freitagabend startete, wurde am Samstag und Sonntag auch eine Großübung durchgeführt. Den Teilnehmenden war diese im Vorfeld nicht bekannt, sodass das Training unter möglichst realitätsnahen Bedingungen erfolgen konnte. Ausgehend von dem Szenario eines Blackouts im Raum Hannover-Laatzen, sollten die Einsatzkräfte in der Albert-Einstein-Schule in Laatzen u. a. eine Notunterkunft für 200 Einwohner einrichten.

Parallel dazu übernahmen Führungsgruppen die taktische Führung des Einsatzes. Sie waren für die Strukturierung der Einsatzabläufe, die Lagebewertung sowie die Koordination der eingesetzten Kräfte verantwortlich. Dazu gehörten unter anderem die Einrichtung einer Führungsstelle, die kontinuierliche Erstellung und Fortschreibung eines Lagebildes sowie die Abstimmung mit weiteren beteiligten Akteuren. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Führung und operativen Kräften konnte die Versorgung der Betroffenen zielgerichtet organisiert und an die sich dynamisch entwickelnde Lage angepasst werden.

„Wir bilden unsere ehrenamtlichen Kräfte im Betreuungsdienst der Bereitschaften regelmäßig fort. Um das erlernte Wissen routiniert in die Praxis umsetzen zu können, sind Übungen wie diese wichtig,“ erklären Wolfgang Schubert und Jürgen Teichmann der Landesarbeitsgruppe Betreuung des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, die die Fortbildung für den Betreuungsdienst am vergangenen Wochenende organisiert und geleitet haben. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Betreuungsdienst der Bereitschaften sind in ihrer Grundausbildung auch für den Sanitätsdienst qualifiziert. Darüber hinaus werden sie für Betreuungseinsätze fortgebildet, wo es darum geht, Menschen zu verpflegen, sozial zu betreuen und ihnen eine Unterkunftsmöglichkeit zu schaffen.

Für die Durchführung und Koordination der Übung für die Führungsgruppen war Björn Robbe zuständig, Verbandsführer im DRK-Regionsverband Hannover: „Im Fokus stand für die Führungsgruppen die Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls. Auf Grundlage der eingehenden Lagemeldungen mussten sie ein kontinuierliches Lagebild erstellen, Prioritäten festlegen und daraus konkrete Einsatzaufträge ableiten. Dazu gehörten insbesondere die Planung und Koordination von Maßnahmen zur Evakuierung und Betreuung der betroffenen Bevölkerung sowie die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der eigenen Kräfte unter den Bedingungen eines Blackouts. Die Führungsgruppen waren gefordert, Entscheidungen strukturiert zu treffen, Befehle zu formulieren und die Umsetzung durch die eingesetzten Einheiten fortlaufend zu überwachen und an die dynamische Lage anzupassen.“ Am Sonntagabend resümierte er: „Ein Stromausfall stellt alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Abläufe regelmäßig zu trainieren und Schnittstellen zu überprüfen. Mit dem Einsatz unserer ehrenamtlichen Kräfte während der gesamten Übung können wir sehr zufrieden sein.“

„Zum Einsatz kamen vor allem Komponenten aus dem sogenannten Betreuungsplatz 500 Land. Dabei handelt es sich um Material und Fahrzeuge, die vom Land finanziert wurden und im Katastrophenschutzzentrum des DRK-Landesverbandes Niedersachsen in Hannover-Misburg für den Ernstfall stationiert sind. Sie sind für die Betreuung, Unterkunft und Verpflegung von 500 Personen ausgelegt. Dazu zählen LKW und Feldküche ebenso wie Feldbetten, Decken, Notbeleuchtung und Notstromerzeuger“, erklärt Martin Senkler, der im Landesverband den Fachbereich Bereitschaften und Bevölkerungsschutz leitet. In die Planung und Umsetzung der Fortbildung und Übung war er ebenfalls involviert.

Insgesamt waren an dem Wochenende 150 Personen im Einsatz, darunter 120 ehrenamtliche Rotkreuz-Kräfte der Fachdienstbereitschaft des DRK-Landesverbandes Niedersachsen sowie der DRK-Kreisverbände Alfeld, Aurich, Cuxhaven-Hadeln, Bremervörde-Rotenburg, Emsland, Fallingbostel, Göttingen-Salzgitter, Hildesheim, Hildesheim-Marienburg, Land-Hadeln, Osnabrück-Stadt, Peine, Region Hannover, Schaumburg, Stade, Uelzen, Verden und Weserbergland. Unterstützt wurde die Übung von Rotkreuz-Kräften aus dem DRK-Landesverband Oldenburg, der Freiwilligen Feuerwehr Elbtalaue und dem Technischen Hilfswerk aus Hannover.

Anlässlich der Übung erklärt Dr. Ralf Selbach, Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes Niedersachsen: „Unsere Ehrenamtlichen sind das Rückgrat des Katastrophenschutzes. Ohne ihren Einsatz wäre eine Bewältigung von Lagen wie ein großflächiger Stromausfall nicht denkbar. Gleichzeitig sehen wir sehr klar: Dieses Engagement braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört insbesondere eine stärkere finanzielle Unterstützung durch das Land Niedersachsen, um Strukturen, Ausbildung und Ausstattung zukunftssicher aufzustellen.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Kolleginnen aus der Abteilung Kommunikation

Kerstin Hiller und Azra Avdagic
 
DRK-Landesverband Niedersachsen e. V.
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Tel: 0511 28000-480, -481
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