Identität & Rebellion – 600 Gäste feiern den Design-Nachwuchs der AMD Berlin
Identität im Wandel und modische Rebellion: Rund 600 Gäste feiern den Design-Nachwuchs der AMD Berlin im Silent Green. Neben innovativen Ansätzen zu aktuellen und gesellschaftsrelevanten Themen standen vor allem die beiden „Best Graduates“ im Fokus: Anne Kathrin Bodach übersetzte mit „Threads of who I am“ die kulturelle Verschmelzung Kolumbiens in ausdrucksstarke Couture, während Philipp Lux mit „Junge Träumer“ eine formstrenge wie rebellische Hommage an das Festhalten an kreativen Visionen schuf.
Berlin. Am 27. Februar 2026 verwandelte sich das Silent Green in den kreativen Dreh- und Angelpunkt der Berliner Modeszene. Die AMD Akademie Mode & Design lud ein, um die Abschlusskollektionen der Bachelor-Absolvent:innen zu präsentieren. Rund 550 bis 600 modebegeisterte Gäste verfolgten ab 18:30 Uhr die eindrucksvolle Show, die in diesem Jahr ein besonders breites und zukunftsweisendes Spektrum abdeckte. Im Mittelpunkt standen die Laufsteg-Präsentationen von 24 Mode- und Fashion Designer:innen, die in der Regel jeweils eine sechsteilige Kollektion zeigten. Ergänzt wurde das umfassende Programm durch weitere beeindruckende Werkschauen und Präsentationen der Studiengänge SCI, FJC, DM und FDMe.
Die gezeigten Kollektionen setzten sich intensiv mit den drängenden Themen unserer Zeit sowie tiefgründigen emotionalen Diskursen auseinander. Das inhaltliche Spektrum war enorm vielschichtig: Es reichte von innovativer Tech-Wear (Adam Zapletal) und zukunftsweisender Menswear über die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden inklusive mutiger Latex-Experimente (Yannik Mantel) bis hin zu einer sensiblen Arbeit zur Erinnerungskultur (Lene Böhles). Auch das Aufbrechen traditioneller Designprozesse, bei dem sich die Gestalterin zugunsten eines Systems und teilnehmender Befragter zurücknimmt (Céline Eggenschwiler), sorgte für starke intellektuelle Impulse. Weitere Kollektionen widmeten sich drängenden Themen wie Nachhaltigkeit, Gender, Film, Bauhaus und Familie.
Der Höhepunkt des Abends war die Verleihung der diesjährigen Auszeichnungen. Gleich zwei Studierende durften sich über den begehrten Titel „Best Graduate“ für ihre herausragenden Leistungen freuen, zudem wurde eine „Honorable Mention“ vergeben.
Als „Best Graduate“ wurde Anne Kathrin Bodach für ihre Kollektion „THREADS OF WHO I AM: A JOURNEY THROUGH IDENTITY AND CULTURAL HERITAGE“ ausgezeichnet. Die Kern-Inspiration ihrer Arbeit liegt im Konzept des Mestizaje und dem kulturellen Synkretismus in Kolumbien – der Verschmelzung indigener, afrikanischer und europäischer Einflüsse zu einer neuen Identität. Durch die Verbindung historischer Handwerkstechniken wie Makramee, Plissee, 3D-Druck und Sublimationsdruck mit zeitgenössischer Couture macht sie Tradition als dynamischen Prozess sichtbar. Ihre Kollektion ist ein starker visueller Dialog über Herkunft, Identität und kulturelle Transformation.
Ebenfalls als „Best Graduate“ geehrt wurde Philipp Lux mit seiner Kollektion „Junge Träumer“. Er widmet sich dem Spannungsfeld zwischen individuellen Träumen und gesellschaftlichem Erwartungsdruck, unter dem junge Kreative heute oft stehen. Inspiriert von surrealistischer Kunst, Kleidung des 18. und 19. Jahrhunderts sowie filmischen Narrativen der Rebellion, drückt sich seine hochgradig tragbare und technisch exzellent umgesetzte Kollektion über Symbolik, Styling, Brüche und formale Strenge aus. Lux fasst seine Vision treffend zusammen: „Die Kollektion zeigt junge Individuen, die noch nicht dort sind, wo sie hinwollen – aber bereits auf dem Weg. Es geht nicht um das Erreichen des Ziels, sondern um das Festhalten am Traum – trotz Hindernissen.“
Mit einer „Honorable Mention“ wurde Jule Schlaich für ihre Arbeit „Gegensätze ziehen an – Ästhetik – Funktion – Nachhaltigkeit“ bedacht. Ihre Kerninspiration liegt im spannungsvollen Zusammenspiel von Kontrasten. In akribischer Handarbeit fertigte sie eine Strickkollektion an, die durch das Nebeneinander von natürlichen und synthetischen, glatten und flauschigen Garnen visuelle wie haptische Gegensätze erschafft. Sie verbindet dabei Handwerk, Materialforschung und zeitgenössische Mode zu einem nachhaltigen Designansatz.
Die Jury der Fashion Show in Berlin:
- Dao Tran, Modejournalistin und Redakteurin (The Impression, Numéro Berlin, Fräulein, Studio XYZ)
- Klaus Stockhausen, Fashion Director des ZEITmagazins
- Michael Kardamakis, Gründer des weltweit größten Helmut-Lang-Modearchivs ENDYMA
- Prof. Nil Atalay, Studiendekanin für Mode Design sowie Fashion Design an der AMD Berlin
Über die AMD Akademie Mode & Design
Die AMD Akademie Mode & Design ist eine renommierte Bildungseinrichtung mit 35 Jahren Erfahrung, spezialisiert auf Mode, Medien, Management und Design. Als Teil der Hochschule Fresenius bietet sie Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Weiterbildungen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Wiesbaden an. Die AMD zeichnet sich durch ihre große Praxisnähe, individuelle Förderung und fachübergreifende Projekte aus.
Weitere Informationen: www.amdnet.de
Gianluca Michalik PR-Manager Carl Remigius Fresenius Education Group
Carl Remigius Fresenius Education GmbH
Mail: gianluca.michalik@crf-education.com Web: www.crf-education.com Telefon: +49 (0)30/700157955 Sitz der Gesellschaft: Im MediaPark 4e, 50670 Köln Registergericht: Amtsgericht Köln HRB 114828 Geschäftsführung: Dr. Stefan Endriß, Prof. Dr. Stephanie Heinecke, Hannes Weißensteiner
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