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„Matria“: Tobias Elsäßers neuer Jugendroman über Macht, Geschlecht und gesellschaftliche Verantwortung

„Matria“: Tobias Elsäßers neuer Jugendroman über Macht, Geschlecht und gesellschaftliche Verantwortung
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Mit „Matria“ präsentiert der vielfach ausgezeichnete Autor Tobias Elsäßer einen hochaktuellen Jugendroman, der zentrale Fragen zu Geschlecht, Macht und Zusammenleben neu verhandelt. Das Buch erscheint am 25. Februar 2026 im Thienemann Verlag.

Tobias Elsäßer setzt sich in „Matria“ mit der aktuellen gesellschaftlichen Debatte um Männlichkeit, Macht und Gewalt auseinander. Ausgangspunkt für den Roman ist seine Beobachtung, dass traditionelle, autoritäre Männlichkeitsbilder wieder an Einfluss gewinnen und Aggression und Dominanz zunehmend als Tugenden propagiert werden – nicht nur in rechten Kreisen, sondern auch in wirtschaftlichen Kontexten. Elsäßer sieht darin eine gefährliche Entwicklung, die in der Gesellschaft zu mehr Gewalt gegen Frauen und einer Zunahme von Femiziden führt. Seine eigene Kindheit, geprägt von patriarchalen Vorstellungen und männlicher Dominanz, bildet einen persönlichen Hintergrund für das Buch.

„Matria“ ist ein erzählerisches Gedankenexperiment, in dessen Zentrum die strukturelle Frage verhandelt wird, ob Macht und Gewalt zwangsläufig miteinander verbunden sind und ob eine von Frauen geführte Gesellschaft automatisch gerechter oder friedlicher wäre. Elsäßer lotet dabei aus, wie eine Gesellschaft auf reale männliche Gewalt reagiert und was passiert, wenn Schutz zum zentralen politischen Prinzip wird:

In einer postapokalyptischen Welt haben Frauen die Gesellschaft Matria gegründet, ein Zufluchtsort für Frauen, Kinder und wenige ausgewählte Männer. Jungen wachsen dort nur unter strengen Bedingungen auf – ihre Entwicklung wird engmaschig überwacht und mit Erreichen eines bestimmten Alters werden sie in ein Camp geschickt, um ihre Eignung zu beweisen. Der 15-jährige Elias erlebt eine Gesellschaft, die Gleichheit und Sicherheit verspricht, ihn aber immer wieder mit Überwachung, Kontrolle und struktureller Ausgrenzung konfrontiert. Der Roman wirft dabei unter anderem folgende Fragen auf: Wie viel Freiheit darf Sicherheitsdenken kosten? Wie können Schutzräume entstehen, ohne neue Ungleichheiten oder Machtgefälle zu schaffen? „Matria“ verhandelt diese Fragen konsequent aus der subjektiv erlebten Perspektive von Elias und bleibt in der Erzählweise offen und vielschichtig, ohne einfache Antworten zu liefern.

„Für diese Geschichte habe ich das Wort „Femtopie“ erfunden. Denn die Matria beschreibt keine Utopie und keine Dystopie, sondern etwas dazwischen: eine Welt, die aus Schmerz entsteht und eine friedliche, gleichberechtigte Zukunft zum Ziel hat. Die Erzählung fragt, was passiert, wenn Erfahrungen von Misstrauen und Kontrolle, die Frauen lange ertragen mussten, plötzlich von ihnen selbst ausgehen. Ob Frauen, wenn sie die Macht übernehmen, eine andere Ordnung erschaffen können – eine, die nicht auf Angst beruht, sondern auf Vertrauen und Fürsorge. In der fiktiven Welt der Matria gelingt das nicht. Schließlich bin ich Autor – und deshalb vor allem an Konflikten interessiert“, so der Autor in seinem Nachwort.

Elsäßers Roman plädiert dafür, dass eine freie Gesellschaft allen Menschen Gleichberechtigung und Unversehrtheit garantieren muss – unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Dabei sieht der Autor die größte Herausforderung darin, neue Wege für ein friedliches Miteinander zu finden, in dem Männer Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Jungen lernen, verletzlich zu sein, ohne sich dafür schämen zu müssen. Macht soll nicht länger als Legitimation für Unterdrückung verstanden werden, sondern als Pflicht zur Fürsorge. „Wir müssen begreifen, dass falsch verstandene Männlichkeit ein gesamtgesellschaftliches Problem ist“, betont Elsäßer in einem Interview.

„Matria“ will keine einfachen Lösungen bieten, sondern zum Nachdenken anregen und dazu einladen, gesellschaftliche Strukturen neu zu denken, um Gewalt und Ungleichheit nachhaltig zu überwinden.

Über den Autor:

Tobias Elsäßer, geboren 1973 in Stuttgart, ist preisgekrönter Autor und Musiker. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit leitet er Schreibwerkstätten und engagiert sich bundesweit für Leseförderung. Seine Werke erhielten u. a. Auszeichnungen vom Deutschen Literaturfonds und dem Arbeitskreis für Jugendliteratur.

Tobias Elsäßer: Matria, ISBN 978-3-522-20407-1, 16 Euro, ab 13 Jahren, erscheint am 25. Februar 2026 im Thienemann Verlag.

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