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Abfahrt ins Risiko: Skifahren ohne Versicherung kann teuer enden

Pressemitteilung

Abfahrt ins Risiko: Skifahren ohne Versicherung kann teuer enden

Berlin, 16.02.2026 – Der schwere Sturz von Skiläuferin Lindsey Vonn bei den Olympischen Spielen hat gezeigt, wie riskant Skifahren selbst für Profis ist. Für Urlauber kann ein Skiunfall im Ausland teuer werden: Ein Kreuzbandriss oder eine Rippenfraktur kosten in Österreich schnell rund 11.000 Euro für Behandlung und stationären Aufenthalt. Das zeigen Daten eines deutschen Versicherers, die Finanztip exklusiv vorliegen. Der unabhängige Geldratgeber empfiehlt vier Versicherungen, die im Schadensfall vor hohen Kosten schützen.

Ein Skiurlaub gilt als Traum, kann im Falle eines Unfalls aber schnell zum finanziellen Alptraum werden. Im Ernstfall: Abtransport, Krankenhausaufenthalt, Rücktransport oder der Abbruch der Reise. „Ohne passenden Versicherungsschutz kann ein Unfall existenziell teuer werden”, sagt Nathanael Häfner, Finanztip-Versicherungsexperte. Knapp 8.000 Euro kostet ein Skiunfall im Schnitt, zeigen Zahlen des Gesamtverbands deutscher Versicherer (GDV).

Auslandsreisekrankenversicherung: Schutz vor hohen Behandlungskosten

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt im Ausland oft nur eingeschränkte Leistungen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung schützt vor hohen Kosten, besonders beim Wintersport. Verbraucher sollten darauf achten, dass dabei eine Kostenübernahme für ambulante und stationäre Behandlungen sowie für Rettungs- und Bergungskosten, etwa per Hubschrauber, enthalten ist. Außerdem sollte ein medizinisch sinnvoller Rücktransport nach Deutschland abgedeckt werden. „Für das, was sie leistet, ist die Auslandsreisekrankenversicherung ein echtes Schnäppchen”, so Häfner. Guten Versicherungsschutz gibt es für Singles bereits für zehn Euro, für Familien ab rund 30 Euro im Jahr.

Private Haftpflichtversicherung ist in Italien Pflicht

In Italien ist eine private Haftpflichtversicherung für Wintersportler seit dem 1. Januar 2022 gesetzlich vorgeschrieben. Der Nachweis erfolgt beim Skipasskauf oder im Skigebiet. Wird man ohne entsprechende Absicherung auf der Piste erwischt, muss man zwischen 100 und 150 Euro Strafe zahlen. Daher sollten Urlauber unbedingt eine Versicherungsbestätigung mitnehmen. Die Versicherung kommt für Schäden auf, die versehentlich und grob fahrlässig verursacht werden und ist für bereits 30 Euro im Jahr für Singles zu bekommen, Familien zahlen 50 Euro.

Reiserücktritt und Reiseabbruch: Vorsicht vor Versicherungslücken

„Muss ein Urlaub durch einen Unfall, auch schon vor dem Reiseantritt, beendet werden, drohen Urlauber auf mehreren Tausend Euro sitzenzubleiben”, sagt Häfner. Eine Reiserücktrittsversicherung greift schon vor Reisebeginn. Wichtig: Verbraucher sollten gezielt darauf achten, dass ein sogenannter Reiseabbruchschutz enthalten ist. Finanztip rät zu Tarifen, die beim Abbruch in der ersten Hälfte des Urlaubs beziehungsweise bis zum achten Tag den vollen Reisepreis erstatten. Diese Konditionen sind in allen Finanztip-Empfehlungen enthalten.

Zusatzschutz für Viel-Skifahrer: Unfallversicherung

Für intensive Hobby-Wintersportler, die etwa regelmäßig Ski fahren, Snowboarden oder Freeriden, kann eine private Unfallversicherung Sinn ergeben. Sie greift dort, wo Krankenversicherungen an ihre Grenzen kommen, etwa bei dauerhaften Beeinträchtigungen, Invaliditätsleistungen oder Umbaukosten nach einem Unfall. „Die meisten brauchen eine Unfallversicherung aber nicht“, sagt Häfner. Gute Tarife gibt es ab fünf bis 20 Euro im Monat, für Menschen unter 30 Jahren geht es oft noch günstiger.

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