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/ Würzburger Rotkreuzschule gewinnt indische Pflegeauszubildende

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Mit insgesamt 49 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sind die Schulleitungen der Schwesternschaft München von ihrer Reise nach Kerala zurückgekehrt. In der Würzburger Pflegeschule werden 13 davon im September in die Pflegeausbildung starten.

Eine anstrengende, aber erfolgreiche Woche liegt hinter Stefan Kolbert. Der Leiter der Bildungsentwicklung der Schwesternschaft München ist zurück aus dem südindischen Bundesstaat Kerala. Im Gepäck führt er 49 unterzeichnete Ausbildungsverträge, davon 13 für Würzburg. Innerhalb von sieben Tagen führte er gemeinsam mit Isabella Zipper und Elke Rapp, zwei weiteren Schulleitungen der Schwesternschaft, über 140 Bewerbungsgespräche. Möglich wurde dies durch die Vermittlung von Pater Sijo George Maliyekkal. Der Priester stammt selbst aus Kerala, ist als Seelsorger in der Pfarrei Herz-Jesu im oberpfälzischen Teublitz tätig und hatte Kolbert bereits im Vorjahr auf der Recruiting-Reise begleitet. In Kochi, der zweitgrößten Stadt Keralas, wurde die kleine Reisegruppe von den Leitern der örtlichen Sprachschulen begrüßt. „Wir sind unglaublich gastfreundlich aufgenommen worden“, berichtet Kolbert. Im Ashram, einer Art Gemeindezentrum, fanden sich bald Bewerber aus nah und fern ein, um ihre Eignung in einem umfassenden Assessment unter Beweis zu stellen.

Zweitägige Anreise für ein Bewerbungsgespräch

Indien bietet trotz guter Schulabschlüsse häufig keine berufliche Perspektiven. Eine deutsche Pflegekarriere stellt eine durchaus attraktive Zukunftsgestaltung für indische Schulabsolventen dar. Wie attraktiv, bewies Sonu Hoon. Um sich für eine Ausbildung in einer der Pflegeschulen der Schwesternschaft zu bewerben, war er beeindruckende 48 Stunden aus dem fast 2.600 Kilometer entfernten Neu-Delhi angereist. Neben Einzelgesprächen musste er - wie alle Kandidaten auch - einen Aufsatz in deutscher Sprache verfassen und eine mündliche Sprachprüfung ablegen. Mit großem Erfolg, denn Hoon ist einer von 49 jungen Inderinnen und Indern, mit denen Kolbert und seine Kolleginnen einen Ausbildungsvertrag abschlossen. Überglücklich wird er am 1. April am Münchner Rotkreuzplatz die Ausbildung beginnen.

Ausgewählte indische Bewerber starten in die deutsche Pflegeausbildung

„Alle Kandidaten konnten neben dem Abitur ein B2-Sprachzertifikat vorweisen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen in einem kommunikativen Beruf wie dem der Pflege“, so Kolbert. „Die hohe Disziplin, die gute Vorbereitung auf die Gespräche und die ausgesuchte Höflichkeit waren beeindruckend“, schildert er die Bewerber. Diejenigen, die den Auswahlprozess erfolgreich absolviert haben, werden im April beziehungsweise im Herbst 2026 in den Pflegeschulen der Schwesternschaft in Würzburg, München, Erding und Lindenberg in die Pflegeausbildung starten. Unterkünfte finden die angehenden Azubis in den Wohnheimen der jeweiligen Berufsfachschulen. „Ein großer Pluspunkt, den auch deutsche Auszubildende zu schätzen wissen“, berichtet Kolbert. Er hat bereits mehrjährige Erfahrungen mit dem indischen Subkontinent. Die Pflegeschule in der Würzburger Kapuzinerstraße bietet seit 2015 in Kooperation mit dem Missionsärztlichen Institut ein Auslandspraktikum in einem nordindischen Hospital an.

Praktische Einsatzfelder in unmittelbarer Nachbarschaft

„Die lange Anreise hat sich gelohnt und wir freuen uns sehr auf unsere neuen Pflegeauszubildenden und die kulturelle Bereicherung, die sie mitbringen werden“, zieht Kolbert ein positives Resümee. „Die theoretischen Ausbildungsinhalte vermitteln wir in den Räumen unserer Berufsfachschule in der Kapuzinerstraße, gegenüber der Rotkreuzklinik Würzburg. Die 2.500 Stunden umfassende Praxis durchlaufen die angehenden Pflegefachfrauen und -fachmänner in unterschiedlichen Einrichtungen und Kliniken, u.a. in der Rotkreuzklinik, der Uniklinik Würzburg, dem BRK-Rettungsdienst oder der BRK-Sozialstation Ochsenfurt,“ erklärt der Leiter der Bildungsentwicklung. Doch stehen noch einige Formalitäten an. „Mit dem Ausbildungsvertrag in der Hand werden unsere indischen Anwärter jetzt die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen. Dabei unterstützen wir - wo wir können - natürlich auch von Würzburg aus“, versichert Kolbert.

Pressekontakt
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Rotkreuzplatz 8
80634 München
Telefon: 089/1303-1612
E-Mail:  presse@swmbrk.de
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