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ADAC Preisvergleich: Einzelfahrten in Hamburg überdurchschnittlich teuer – Monatsticket vergleichsweise moderat

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ADAC Preisvergleich: Einzelfahrten in Hamburg überdurchschnittlich teuer – Monatsticket vergleichsweise moderat

Hamburg Die Preise für Bus, Bahn und Tram sind in deutschen Großstädten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Eine aktuelle Untersuchung des ADAC zu ÖPNV-Ticketpreisen in 25 Städten.

In den letzten fünf Jahren verteuerten sich Tickets über alle Ticketarten hinweg im Schnitt um 27 Prozent – und damit stärker als die Inflation von 22 Prozent. In Hamburg zeigt sich dabei ein gemischtes Bild: Während Einzeltickets und Wochentickets im bundesweiten Vergleich vergleichsweise teuer sind, liegt das Monatsticket mittlerweile im günstigeren Bereich.

Einzelticket in Hamburg über Durchschnitt

Mit 4,10 Euro für eine Einzelfahrt gehört Hamburg zu den teuersten Städten im Vergleich (+21 Prozent gegenüber 2021). Der Durchschnitt der untersuchten Großstädte liegt bei 3,68 Euro. Nur Augsburg und München verlangen mit jeweils 4,20 Euro noch mehr. Am günstigsten fährt man mit 2,90 Euro in Erfurt. Für Gelegenheitsnutzer lohnt sich daher häufig schon ein Tagesticket. In vielen Städten rechnet sich dieses ab drei Einzelfahrten – in Hamburg sogar bereits ab zwei.

Tagesticket in Hamburg im Mittelfeld

Das Tagesticket kostet in Hamburg aktuell 8,20 Euro und liegt damit leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von 8,44 Euro. Auffällig: Während viele Verkehrsverbünde ihre Preise in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht haben, blieb der Preis in Hamburg nahezu unverändert. Bundesweit reicht die Spanne von 6,70 Euro in Bielefeld bis 11,20 Euro in Berlin.

Wochenticket in Hamburg am teuersten

Beim Wochenticket liegt Hamburg dagegen an der Spitze des Preisvergleichs: Mit 43 Euro ist es das teuerste der untersuchten Städte – allerdings gilt das Hamburger Ticket im gesamten Netz des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV). Der Preis für ein Wochenticket stieg in Hamburg in den letzten fünf Jahren um 45 Prozent. Im Durchschnitt kosten Wochentickets 32,46 Euro. Generell verlieren Wochentickets zunehmend an Bedeutung – 10 der 25 untersuchten Städte haben diese Ticketkategorie inzwischen abgeschafft.

Monatsticket verliert gegen Deutschlandticket

Besonders stark unter Druck stehen bundesweit die klassischen Monatstickets. Ihre Preise reichen von 71,40 Euro in München bis zu 140,50 Euro in Bonn und Köln.

Hamburg liegt mit 83 Euro im günstigen Bereich des Städtevergleichs. Bemerkenswert: Der Preis wurde seit 2021 um rund 26 Prozent gesenkt – auch als Reaktion auf das Deutschlandticket. Das Deutschlandticket kostet aktuell 63 Euro pro Monat und wird von mehr als 14 Millionen Menschen genutzt. Für viele Pendler ist es damit günstiger als klassische Monatstickets der Verkehrsverbünde.

ADAC: Nutzer sollten genau vergleichen

„Das Deutschlandticket hat die Tarifstruktur im Nahverkehr deutlich verändert. Für viele Pendler ist die bundesweite Flatrate inzwischen die günstigste Option – besonders für Menschen, die regelmäßig unterwegs sind oder auch in mehreren Städten fahren. Klassische ÖPNV-Tickets können sich aber weiterhin lohnen, etwa wenn zusätzliche Leistungen wie übertragbare Tickets oder die Mitnahme von Kindern, Fahrrädern oder Hunden enthalten sind“, sagt ADAC Hansa Pressesprecher Menno Gebhardt.

Darauf sollten Fahrgäste achten

Der ADAC empfiehlt Nutzern des ÖPNV, vor dem Ticketkauf folgende Punkte zu prüfen:

  • Ob Monats- oder Wochentickets übertragbar sind oder weitere Personen, Kinder, Hunde oder Fahrräder einschließen
  • Wie lange Tagestickets gelten (volle 24 Stunden oder nur bis Betriebsschluss)
  • Ob Wochen- oder Monatstickets ein flexibles Startdatum haben oder an Kalenderwoche bzw. -monat gebunden sind
  • Ob es Rabatte für Online- oder Handytickets gibt
  • Ob sich für Gelegenheitsnutzer sogenannte „Pay-as-you-go“-Tarife lohnen, bei denen nur die tatsächlich gefahrene Strecke abgerechnet wird

„Das Deutschlandticket bleibt aus Sicht des ADAC ein zentraler Baustein für einen attraktiven und bezahlbaren Nahverkehr. Gleichzeitig sollten Verkehrsverbünde ihre Tarifangebote künftig stärker an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Fahrgäste ausrichten“, so Gebhardt.

Menno Gebhardt
stellv. Pressesprecher

ADAC Hansa e.V. - Amsinckstr. 41 - 20097 Hamburg 
Tel.: (0 40) 23 91 92 25 - Mobil: (01 71) 85 50 66 3 

menno.gebhardt@hsa.adac.de

www.adac.de/hansa

www.adacreisen.de

Amtsgericht Hamburg - VR3693

Informationen zum Datenschutz: www.adac.de/hansa-infopflicht

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