30 Jahre „Christoph 48“ in Neustrelitz
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30 Jahre „Christoph 48“ in Neustrelitz
Hamburg/Neustrelitz – Seit Inbetriebnahme ist der Rettungshubschrauber ein wichtiger Teil des Rettungsdienstes der Seenplatte.
1.099-mal wurde „Christoph 48“ im vergangenen Jahr zu Hilfe gerufen. Das ist ein leichter Rückgang um 27 Einsätze im Vergleich zu 2024. Zu erklären ist dies unter anderem durch die verstärkten Befugnisse der Notfallkräfte am Boden.
Die Crew um Stationsleiter Steffen Arnold-Batschke darf in diesem Sommer ein Jubiläum feiern. Vor 30 Jahren, am 1.Juli 1996, wurde „Christoph 48“ in Dienst gestellt und von der Bundeswehr geflogen. Seit genau 20 Jahren ist der Rettungshubschrauber am Standort Neustrelitz aber gelb und wird von der ADAC Luftrettung gestellt.
Häufigste Einsatzgründe waren mit 38 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. Verletzungen nach Unfällen sorgten für 24 Prozent der Einsätze. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. In 11 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC Luftretter neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall, in neun Prozent war akute Atemnot oder Asthma die Ursache.
Die fliegenden Gelben Engel der ADAC Luftrettung sind 2025 erneut zu bundesweit rund 49.000 Einsätzen ausgerückt. Damit wurden die ADAC Rettungshubschrauber pro Tag im Durchschnitt zu 134 Notfällen alarmiert. Das geht aus der zum heutigen Tag des Notrufs veröffentlichten Jahresbilanz der gemeinnützigen Rettungsdienstorganisation hervor. Unter den 48.908 Einsätzen (Vorjahr 49.048) waren mit 3314 fünf Prozent mehr Flüge in der Dunkelheit. Ebenfalls um fünf Prozent auf 580 erhöhte sich die Zahl der hochanspruchsvollen Spezialeinsätze mit Rettungswinde.
Fotos:
https://cloud.adac-hsa.de/s/sKLxbqMkmrs5dpN
O-Ton Christof Tietgen, ADAC Hansa
https://cloud.adac-hsa.de/s/3iXGrKdHjwa7pqq
Die Flotte
Die ADAC Luftrettung setzt bewusst auf eine Mehrflottenstrategie und kann so bedarfsgerecht, nachhaltig und kosteneffizient auf die komplexen Herausforderungen im Rettungsdienst sowie auf sämtliche Einsatzszenarien adäquat reagieren. Die Crews können bei ihrer Arbeit je nach Region und Anforderung auf modernste Rettungshubschrauber der Typen H135 und H145 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Die Maschinen des Typs H145 sind besonders für höhere Zuladung und weitere Strecken bei Patientenverlegungen geeignet. Die Helikopter des Typs H135 sind wegen ihrer geringeren Größe besonders für Notfälle im innerstädtischen Bereich geeignet. Sie sind besonders wendig und verursachen weniger starken Abwind beim Starten und Landen. Zudem sind sie günstiger in der Anschaffung und verbrauchen weniger Kerosin. In der Zukunft setzt die ADAC Luftrettung auch auf die neue Rettungshubschrauber-Generation H140 von Airbus Helicopters, die das Beste aus beiden bisherigen Modellen vereint.
ADAC Luftrettung Campus
Die neue Zentrale der ADAC Luftrettung befindet sich seit Oktober 2025 am Sonderflughafen EDMO in Oberpfaffenhofen bei München - am bedeutendsten Standort der Luft- und Raumfahrt in Deutschland. Der hochmoderne ADAC Luftrettung Campus vereint unter dem Motto „United in Safety“ das gesamte Leistungsspektrum der ADAC Luftrettung-Gruppe unter einem Dach: Flugbetrieb, Medizin, Forschung, Ausbildung, Training und Wartung sowie Verwaltung – das macht den neuen ADAC Luftrettung Campus zu einem in dieser Form auch international einmaligen Kompetenzzentrum für Hubschrauberpilotinnen und -piloten, Rettungsdienst und Notfallmedizin. Nachhaltig und energieeffizient ausgerichtet – inklusive eines multifunktionalen Veranstaltungsraums für Messen, Fachtagungen und Konferenzen für rund 300 Teilnehmende.
Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1500 Menschen – darunter rund 180 Piloten und Pilotinnen, rund 670 Notärzte und Notärztinnen, 245 Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen (TC HEMS) und mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Die Station „Christophorus Europa 3“ in Suben, Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier im Winterhalbjahr – im Sommer der ÖAMTC.
Über die ADAC Luftrettung gGmbH
Mit 60 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.
Christof Tietgen
Leiter
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ADAC Hansa e.V.
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