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URANO-Presseserie: Interviews zu Trendthemen und Portfolio-Schwerpunkten - Diesmal: Digitalisierung von Schulen

URANO-Presseserie: Interviews zu Trendthemen und Portfolio-Schwerpunkten - Diesmal: Digitalisierung von Schulen
Leitet bei URANO den Bereich Education: Gökhan Demirdag. Foto: URANO

Zu Trendthemen der IT-Branche und Schwerpunkten aus dem URANO-Portfolio stellen wir Ihnen Interviews mit unseren Experten zur Verfügung. Gökhan Demirdag leitet bei URANO das Team Education. Im Interview erklärt er, wie Schulen von der Digitalisierung profitieren können - und wie URANO dabei unterstützt.

Herr Demirdag, wie kann URANO Schulen dabei helfen, dass die Digitalisierung im Schulalltag nicht zu kurz kommt?

Gökhan Demirdag: Kinder und Jugendliche wachsen schon seit einiger Zeit wie selbstverständlich mit digitalen Medien und mobilen Endgeräten auf. Der ungezwungene und natürliche Umgang mit der Digitalisierung, der diese sogenannten digital natives auszeichnet, sollte sich auch in möglichst vielen Bereichen des Schulalltags wiederfinden: in der Datenverwaltung, bei den Routineaufgaben der Schulleitung und natürlich im Unterricht. In einem 10-Punkte-Programm hat sich auch die rheinland-pfälzische Landesregierung dafür stark gemacht, die entsprechende Infrastruktur auszubauen und die Medienkompetenz für Schüler und Lehrer zu stärken. Und genau dabei kann URANO als IT-Lösungspartner sehr gut unterstützen: Wir bieten eine ganzheitliche Systemadministration vom Laptop bis zum interaktiven SMART Board beziehungsweise Whiteboard und von der Schulverwaltungssoftware edoo.sys bis zur digitalen Lernplattform MNS+. Wir bringen sozusagen die Digitalisierung in die Schulen.

Schüler, Lehrer und Schulleitung haben ganz unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse, was die Digitalisierung der Schulen betrifft. Wer würde denn am ehesten profitieren?

Wenn man es richtig angeht, haben alle etwas davon. Die Schulleitung kann viel Zeit sparen, wenn Stunden- und Vertretungspläne digital erstellt werden. Die Lehrerinnen und Lehrer können von einem digitalen Notenmanagement profitieren, das bis hin zur Zeugnisausstellung wertvolle Dienste leistet. Außerdem beendet die Digitalisierung das Kreidezeitalter im Klassenraum: Mit den SMART Boards, die wir montieren und warten, lassen sich Tafelbilder speichern und per E-Mail an alle Schüler verschicken.

Und die Schüler?

Die genießen die Vorzüge mobilen Lernens: Das Internet ist auch in der Schule zu einer unverzichtbaren Informationsquelle geworden. Google, Wikipedia und Co. sind wichtige Werkzeuge geworden und werden zum Beispiel in der Vorbereitung von Referaten und zum Nachschlagen von Formeln oder Jahreszahlen genutzt. Dabei sehe ich den Vorteil nicht nur in der schnellen Informationsbeschaffung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, kritisch mit Quellen umzugehen und gezielt bestimmte Informationen zu recherchieren. Damit eignen sie sich methodische Fähigkeiten an, die in der Wissensgesellschaft immer wichtiger werden.

Besteht da nicht die Gefahr der digitalen Vereinsamung?

Das Schöne am digitalen Arbeiten und Lernen ist ja, dass es das Miteinander ganz besonders fördert. Mobiles Lernen heißt ja nicht, dass man alleine vor seinem Computer sitzt. Das Modell der Ganztagsschule zeigt ganz im Gegenteil, dass der Trend zu mehr Präsenz vor Ort führt. Gerade weil man mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets und Laptops auch in der Schule nutzen kann, lassen sich die Chancen digitalen Lernens und die menschlichen Aspekte kombinieren. Microsoft macht das vor, indem es mit Office 365 for Education die klassische Lösung für vernetztes Arbeiten an die speziellen Anforderungen von Schulen und Hochschulen angepasst hat. Ein Schul-Intranet auf SharePoint-Basis ist nicht nur funktional, sondern eröffnet viele Möglichkeiten für Lehrer und Schüler, digital zusammenzuarbeiten: Digitale Klassenräume mit Gruppenberechtigungen und individuellen Zugangsdaten, gemeinsame Bearbeitung von Word-, Excel-, und Powerpoint-Dateien, gemeinsame OneNote-Notitzbücher und vieles mehr. Schüler brauchen heute vor allem solche Lehrer, die sich in digitalen Umgebungen zurechtfinden und die den angesprochenen kritischen Umgang mit Quellen und die Orientierung in der Informationsflut vermitteln können.

Das Herzstück von Office 365 ist auch in seiner Education-Variante eine Cloud-Lösung. Welche lokalen Lösungen gibt es für die digitale Zusammenarbeit von Lehrern und Schülern?

Bei uns in Rheinland-Pfalz ist der Standard das Modulare Netz für Schulen (MNS+), das vom Pädagogischen Landesinstitut im Auftrag des Bildungsministeriums bereitgestellt wird. MNS+ ist eine intuitiv zu bedienende pädagogische Lernoberfläche, die in der Schule Schüler und Lehrer miteinander vernetzt: Jede Schule, die MNS+ einsetzt, nutzt dafür einen eigenen Server, sodass alle Daten lokal gespeichert werden. Internetzugang ist trotzdem möglich - aber die Anbindung ans Internet lässt sich durch Black- und Whitelists kontrollieren und regulieren. Damit ist die digitale Schulumgebung von MNS+ ein geschützter Raum, in dem Lehrer zum Beispiel Arbeitsblätter austeilen und einsammeln können - und sogar digitale Klassenarbeiten sind möglich.

Warum brauchen Schulen URANO als IT-Lösungspartner, wenn MNS+ vom Pädagogischen Landesinstitut bereitgestellt wird?

Die MNS+-Lizenzen sind für Schulen kostenfrei, aber ihre Nutzung ist daran geknüpft, dass die Schule einen Supportvertrag mit einem Partnerunternehmen schließt. Hier kommt URANO ins Spiel. Wir begleiten die Entwicklung und den Einsatz von MNS+ an rheinland-pfälzischen Schulen seit 2005, also von Anfang an und bringen langjährige Expertise mit: Uns vertrauen bereits rund 170 Schulen, an denen wir insgesamt gut 11.000 Clients mit MNS+ eingerichtet haben und betreuen.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Wenn sich eine Schule an uns wendet, deren Computer-Labore bislang nicht vernetzt gewesen sind und die noch keine pädagogische Oberfläche einsetzt, beginnen wir unsere Zusammenarbeit mit einer individuellen Beratung. Daraus entsteht dann ein konkretes Konzept. Uns ist es wichtig, die Ansprechpartner an den Schulen persönlich abzuholen und auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten. Nur so sind wir in der Lage, mögliche Berührungsängste abzubauen und Missverständnisse auszuräumen. Als regionaler Partner können wir wesentlich flexibler reagieren als unpersönliche Konzerne, weil wir nicht nur die Technik beherrschen, sondern auch dieselbe Sprache sprechen wie unsere Ansprechpartner. Im zweiten Schritt richten wir dann die IT-Infrastruktur ein und installieren die zugehörige Software. Dann weisen wir die Anwendungsbetreuer vor Ort ein. Wenn alles funktioniert, betreuen wir die Schule im Rahmen von Managed Services.

Die Digitalisierung der Schulen hält nicht nur in den Klassenzimmern Einzug, sondern auch in den Verwaltungen. Arbeiten die meisten Schulen nicht schon lange mit elektronischer Datenverwaltung?

Doch, sicher. Es gibt einige herkömmliche Anwendungen für die Schulverwaltung, die allerdings aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß sind. Darunter gibt es zwar gute Einzellösungen, aber es fehlte bislang ein überzeugendes Gesamtpaket. Manche Schulen bilden ihre wichtigsten Arbeitsabläufe sogar bis heute noch über einzelne Standard-Anwendungen ab. Serienbriefe und reine Adressverwaltung lassen sich ja auch mit Word und Excel bewerkstelligen. Bei Stundenplänen - oder noch kurzfristiger - Vertretungsplänen, bei der Notenverwaltung oder bei der Zeugniserstellung sieht das in der Praxis häufig ganz anders aus. Oft werden diese Aufgaben noch händisch erledigt. Man kann sich vorstellen, was das an einer Schule mit über 1000 Schülerinnen und Schülern bedeutet: Das kostet Zeit und Nerven.

Mit der Software edoo.sys RLP führt das Land Rheinland-Pfalz eine einheitliche digitale Schulverwaltung ein. Warum genau sollten Schulen ihre Verwaltung auf edoo.sys umstellen?

Fairerweise muss man sagen, dass die Schulen in Rheinland-Pfalz keine Wahl haben. Die Landesregierung hat beschlossen, eine landeseinheitliche Software einzuführen und die Wahl ist auf edoo.sys gefallen, das als edoo.sys RLP an die landesspezifischen Anforderungen angepasst worden ist.

Wo liegen die Vorteile?

Der Aufwand in Sachen Schulstatistik wird minimiert, der Wissenstransfer dagegen maximiert. Beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule können beispielsweise Schüler-Datensätze digital übergeben werden. Gegenseitige Unterstützung ist damit auch über Schulgrenzen hinaus möglich und alle Schulen profitieren sofort davon, wenn irgendwo ein Bug entdeckt und zentral gefixt wird.

Was spricht für die Anwendung edoo.sys RLP?

Da gibt es technische und inhaltliche Argumente. Auf der technischen Seite liegt das große Plus in der Herstellerunabhängigkeit: edoo.sys RLP ist eine reine Open Source-Anwendung, die auf allen Betriebssystemen läuft. Außerdem erlaubt edoo.sys RLP, für verschiedene Nutzergruppen unterschiedliche Lese- und Zugriffsberechtigungen auf dieselbe Datenbank zu erteilen. Das erleichtert die Datenbank-Pflege und verringert den administrativen Aufwand. Zudem ist eine gemeinsame Lösung für Backup und Schulstatistik implementiert, die echte Synergieeffekte schafft: Die Daten der einzelnen Schulserver werden regelmäßig und automatisiert auf Server im rheinland-pfälzischen Kultusministerium gespiegelt. Das ist sowohl eine zusätzliche Datensicherung als auch die Grundlage für landesweite Schulstatistik - und zwar ohne datenschutzrechtliche Kompromisse machen zu müssen.

Welche Dienstleistungen bietet URANO konkret an?

Grundsätzlich bieten wir alle Services an, die mit der Einrichtung und Verwaltung von edoo.sys RLP verbunden sind: Wir übernehmen die Erstinstallation auf den Schulservern und den entsprechenden Clients, richten das regelmäßige Backup ein und betreuen natürlich auch den laufenden Betrieb - sowohl vor Ort als auch über unsere Hotline und Remote. Das heißt: Viele Probleme können wir per Fernwartung schnell und unkompliziert lösen. Und wenn unsere Anwesenheit an der Schule erforderlich ist, kommen unsere Spezialisten vorbei. Unser nächstes Ziel besteht darin, dass wir auch das Hosting der einzelnen Schulserver in unseren Rechenzentren übernehmen dürfen. Technisch sind wir dazu in der Lage. Inwieweit das rechtlich möglich ist, liegt nicht in unserer Hand. Aber wir sind in konstruktiven Gesprächen mit den entscheidenden Stellen.

Gökhan Demirdag (Jahrgang 1986) leitet bei URANO den Bereich Education. Bereits seit 2005 ist URANO zertifizierter Partner des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz und betreut landesweit mehr als 170 Schulen / Schulserver mit 11.000 angeschlossenen Clients.

Pressekontakt:
Stephan Brust
Leiter Marketing & Kommunikation
Tel.: +49 671/84030-295
Mobil: +49 163/9160 721 
E-Mail: Stephan.Brust@URANO.de
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