Appell an die Bundesregierung: Unternehmen fordern Nachbesserung bei Netzpaket und EEG
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Presseinformation
Appell an die Bundesregierung: Unternehmen fordern Nachbesserung bei Netzpaket und EEG
In der von GP JOULE initiierten Stellungnahme präsentiert das Bündnis eine Flexibilitätsstrategie für Netzengpassgebiete
Reußenköge, 21. Mai 2026
Zwölf Unternehmen aus Energiebranche, Industrie und Gewerbe haben eine Stellungnahme zu den Entwürfen zum „Netzanschlusspaket” und zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) an die Bundesregierung adressiert. Sie ist ein deutlicher Appell, den aktuell vorgesehenen Redispatch-Vorbehalt für Erneuerbare-Energien-Anlagen zurückzunehmen und durch eine Flexibilitätsstrategie zu ersetzen.
Laut dem aktuellen Entwurf zum Netzanschlusspaket sollen neue Wind- und Solaranlagen in Netzengpassregionen künftig mit einem Redispatch-Vorbehalt versehen werden. Das heißt: Wird die Stromproduktion in den ausgewiesenen Gebieten abgeregelt, weil das Stromnetz überlastet ist, entfällt der Anspruch auf Entschädigungszahlungen für den nicht eingespeisten Strom.
Für Projektierer und Industrieunternehmen erhöht dieses von der Bundesregierung geplante Instrument die Investitionsrisiken in Erneuerbare Energien erheblich, mahnen die zwölf Unternehmen in ihrer Stellungnahme. Die Folge: Der Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen wird genau dort ausgebremst, wo in Deutschland großes Potenzial für nachhaltige Energieproduktion vorhanden ist. Das verteuert langfristig den Strom und gefährdet die Klimaziele. Dabei machen globale Energieunsicherheiten eine sichere und bezahlbare Energieversorgung zunehmend zum entscheidenden Standortfaktor für Industrie und Wirtschaft.
„Der aktuelle Entwurf zum Netzanschlusspaket verspielt die größten Standortvorteile zur Energieproduktion: Wir brauchen keine Sperrzonen für Investitionen, sondern Flexibilitätscluster, in denen Energieerzeugung, Nutzung durch die Industrie und Speicherung in Wasserstoff, Batteriespeichern oder Wärmenetzen intelligent zusammengedacht werden”, sagt Ove Petersen, Mitgründer und CEO von GP JOULE.
Flexibilisierungsstrategie für Netzengpassgebiete
Statt des geplanten Redispatch-Vorbehalts schlagen die unterzeichnenden Unternehmen einen Flexibilitätsbooster vor: Als „kapazitätslimitiert” ausgewiesene Netzgebiete sollen so zu Zukunfts- und Industriestandorten mit günstigem, sicherem und klimaneutralem Strom werden. Dafür schlägt das Bündnis drei Bausteine vor:
In Netzengpassregionen sollen Energieerzeuger und -speicher, Industrie, Wasserstoffproduzenten und Wärmenetze zu Netzflex-Clustern zusammengefasst werden. Diese Verbünde verpflichten sich, Stromerzeugung und -verbrauch flexibel an die Netzsituation anzupassen und helfen so, Engpässe abzubauen. Im Gegenzug erhalten sie Vorrang beim Netzanschluss und eine Ausnahme vom Redispatch-Vorbehalt.
Wind- und Solarparks und nahegelegene Industrieareale im gleichen Netzgebiet sollen einfacher und rechtssicher direkt gekoppelt werden können. So kann Energie vor Ort in modernen Kundenanlagen und Arealnetzen genutzt werden, statt weite Strecken zurücklegen zu müssen.
Bei Netzengpässen sollen zunächst Flex-Cluster und Speicher eingesetzt werden, um das Netz zu entlasten. Müssen dennoch Anlagen abgeregelt werden, greift ein verlässliches Entschädigungssystem. Zusätzlich sollen „Flex-Bilanzkreise“ in der Stromnetzzugangsverordnung verankert werden, damit sich flexibles und netzdienliches Verhalten auch wirtschaftlich lohnt.
Lesen Sie hier die gesamte Stellungnahme „Netzpaket zum Flexibilitätsbooster machen und Standortvorteile in Engpassgebieten nutzen“.
Die unterzeichnenden Unternehmen:
Copenhagen Infrastructure Partners
European Energy Deutschland GmbH
Über GP JOULE
GP JOULE ist als integrierter Energieversorger in allen Bereichen der Energie-Wertschöpfungskette aktiv: von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung – und von der Beratung über die Finanzierung und Projektierung bis zum Bau und Service. GP JOULE produziert und vermarktet Wind- und Solarstrom, grünen Wasserstoff und Wärme, realisiert Batteriespeicherprojekte, und setzt die Energie dort ein, wo es am effektivsten ist: in der Mobilität, in Haushalten und in der Industrie. So gestaltet GP JOULE aus Deutschland heraus seit 2009 das Energiesystem mit Zukunft in Europa. Für eine sichere, unabhängige und nachhaltige Energieversorgung. Für 100% Erneuerbare Energien für alle.
Bildrechte: GP JOULE, zur honorarfreien Verwendung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Stellungnahme zum Netzpaket.
Pressekontakt Jürn Kruse Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation GP JOULE Gruppe presse@gp-joule.de Tel. +49 (0) 4671-6074-213 Mobil +49 160 1540265
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