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09.04.2020 – 16:29

Universität Bremen

Bremer WissenschaftlerInnen koordinieren "Kompetenznetz Public Health zu COVID-19"

Bremer WissenschaftlerInnen koordinieren "Kompetenznetz Public Health zu COVID-19"
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Bremer WissenschaftlerInnen koordinieren „Kompetenznetz Public Health zu COVID-19“

Das Corona-Virus hält Deutschland und die Welt in Atem. Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Folgen treten zunehmend die Probleme des „Lockdowns“ in den Vordergrund. Politikerinnen und Politiker müssen schnell Entscheidungen von großer Reichweite treffen. Ein Netzwerk aus rund 20 Fachgesellschaften, koordiniert (auch) von Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, soll helfen, die Grundlagen dieser Entscheidungen zu verbessern.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich in kurzer Zeit in der ganzen Welt verbreitet. Weltweit sind inzwischen über 1,5 Millionen der Menschen mit dem Virus diagnostiziert worden, an der Erkrankung COVID-19 sind annähernd 100.000 gestorben. In Deutschland wurden weit über 100.000 Menschen positiv getestet, eine große Dunkelziffer wird angenommen. Das öffentliche Leben ist in fast allen Ländern Europas praktisch zum Stillstand gekommen.

Entscheidungen und offene Fragen

Nach wie vor sind viele Fragen zu den genauen Übertragungswegen, der Infektions- und Sterblichkeitsrate oder der besten Therapie offen. Was klar ist: COVID-19 wird uns über Monate, wenn nicht Jahre beschäftigen. Ein dauerhafter „Lockdown“ ist keine Option: Kinder müssen wieder in die Schule gehen, Arbeitsplätze gesichert und die Versorgung gewährleistet werden. Politiker in aller Welt suchen nach den besten Lösungen, um die Krankheit einzudämmen, und gleichzeitig die Schäden ihrer Maßnahmen gering zu halten. Dabei werden sie mit vielen, häufig widersprüchlichen Informationen und Forderungen konfrontiert.

Kompetenznetz “Public Health zu COVID-19“

Aktuell besteht ein großer Bedarf an möglichst gesichertem, interdisziplinärem Wissen. Das Kompetenznetz “Public Health zu COVID-19“ mit bisher 20 Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde gegründet, um gebündeltes Expertenwissen einzubringen. Professor Ansgar Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health und einer der Gründer des Netzwerks: „Uns war es wichtig, sehr schnell aktuelle und interdisziplinäre Expertise zu COVID-19 für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen. Dafür stellen wir in thematischen Arbeitsgruppen den besten Stand der Wissenschaft als kurz zusammengefasste Informationen zur Verfügung“. Professor Hajo Zeeb, Wissenschaftler an der Universität Bremen und dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS ergänzt: „Die Stärke des Kompetenznetzwerks Public Health ist die kombinierte methodische, epidemiologische, statistische, sozialwissenschaftliche und (bevölkerungs-)medizinische Expertise von mehreren Tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.“

Wie hilft das Kompetenznetz?

Mitglieder des Kompetenznetzes stehen in direktem Austausch mit Entscheidungsträgern in Ministerien und Bundesbehörden. Alle Ergebnisse werden unmittelbar auf der Webseite veröffentlicht. Dort können sich auch andere Akteure aus gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen informieren:

Weitere Informationen:

https://www.public-health-covid19.de/

www.uni-bremen.de

Fragen beantworten:

Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Tel: +49 (0)421 218 688 00

Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de

Prof. Dr. med. Hajo Zeeb

Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS

Telefon: +49 (0)421 218-56902

Email: zeeb@leibniz-bips.de

Universität Bremen
Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail: presse@uni-bremen.de

Über die Universität Bremen:

Leistungsstark, vielfältig, reformbereit und kooperativ – das ist die Universität Bremen. Rund 23.000 Menschen lernen, lehren, forschen und arbeiten auf dem internationalen Campus. Ihr gemeinsames Ziel ist es, einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten. Mit gut 100 Studiengängen ist das Fächerangebot der Universität breit aufgestellt. Als eine der führenden europäischen Forschungsuniversitäten pflegt sie enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Gemeinsam mit sieben Partnerinstitutionen gestaltet die Universität Bremen in den nächsten Jahren eine Europäische Universität. Das Netzwerk YUFE – Young Universities for the Future of Europe wird von der EU-Kommission gefördert. In der Region ist die Universität Bremen Teil der U Bremen Research Alliance. Die Kompetenz und Dynamik der Universität haben zahlreiche Unternehmen in den Technologiepark rund um den Campus gelockt. Dadurch ist ein bundesweit bedeutender Innovations-Standort entstanden – mit der Universität Bremen im Mittelpunkt. 

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