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Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)

Einladung zur Menschenrechtsaktion in Köln (2.8.): Politische Gefangene jetzt freilassen!

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die Menschenrechtsaktion „Stimmen der Solidarität – Mahnwache Köln e. V“ für die sofortige Freilassung aller schwerkranken politischen Gefangenen in der Türkei und im Iran. Dazu laden wir Sie herzlich ein:

Am Mittwoch, den 2. August 2023,

ab 18 Uhr

auf dem Bahnhofsvorplatz, Köln

Symbolisch für alle schwerkranken politischen Gefangenen stehen drei Namen auf dem Einladungsplakat. Die im Iran inhaftierte deutsch-iranische Menschenrechtsaktivistin Nahid Taghavi (68) aus Köln soll sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden. Taghavi war im August 2021 wegen „Mitgliedschaft in einer illegalen Gruppe“ im Iran zu zehn Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

Auch der 69-jährige Ismail Yilmaz schwebt in Lebensgefahr. Er sitzt seit 19 Jahren in einem türkischen Gefängnis. Bereits im Jahr 2020 wurde Ismail Yilmaz mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert und einen Tag später operiert. Zuvor litt er bereits an zahlreichen chronischen Erkrankungen wie Herz- und Prostataerkrankungen, Sehstörungen, Bluthochdruck, Taubheitsgefühlen im rechten Arm, in der Hand und in verschiedenen Körperteilen.

Gravierend ist der Fall des kurdischen politischen Gefangenen Nevzat Öztürk. Eigentlich sollte er im Juni dieses Jahres entlassen werden – doch seine Haft wurde um drei Monate verlängert. Der Grund: Er sei im Gefängnis „nicht sparsam mit Strom umgegangen“ und habe „nicht genügend Bücher in der Gefängnisbibliothek gelesen“. Schon als junger Mann setzte sich Öztürk für die Rechte der Kurd*innen ein. 1992, also vor 31 Jahren, wurde er verhaftet. Öztürk ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Tochter Jiyan, die heute in Köln lebt, war damals drei Jahre alt, sein Sohn ein Jahr. Auch sie wird an der Mahnwache teilnehmen. Gemeinsam mit der GfbV ruft sie dazu auf, einen Appell an die deutsche Menschenrechtsbeauftragte Luise Amtsberg zu unterzeichnen, in dem sie um Unterstützung für die sofortige Freilassung ihres kranken Vaters aus türkischer Haft bittet. Die türkische Justiz wirft Öztürk vor, „die Einheit und Integrität der Türkei zerstören zu wollen“.

Die Regime in der Türkei und im Iran betrachten jede kurdische Forderung nach Gleichberechtigung und Autonomie als Bedrohung für ihren Staat und reagieren mit langjährigen Haftstrafen, gezielten Entführungen und Morden. Auch in der Diaspora werden kurdische Aktivisten von diesen Regimen verfolgt, ermordet oder entführt.

Sie erreichen Dr. Kamal Sido unter k.sido@gfbv.de oder 0173/6733980.

Gesellschaft für bedrohte Völker
Postfach 2024
D-37010 Göttingen
Tel.: +49 551 499 06-21
Fax: +49 551 580 28
E-Mail:  info@gfbv.de
www.gfbv.de
Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status bei den UN und mitwirkendem Status beim Europarat
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