Bundespolizeiinspektion Magdeburg

BPOLI MD: Lebensgefahr: 44-jährige Frau sorgt wegen Aufenthalt in den Gleisen für 3400 Minuten Zugverspätungen

Bahnstrecke Magdeburg-Helmstedt, Sommersdorf (ots) - Am heutigen Tag, den 13. September 2018 sorgte eine 44-Jährige für massive Verspätungen im Bahnverkehr. Die Frau hielt sich auf der Bahnstrecke von Magdeburg nach Helmstedt im Bereich der Ortslage Sommersdorf in den Bahngleisen auf. Ein Triebfahrzeugführer hatte die Frau um 00:40 Uhr der Bundespolizei gemeldet, woraufhin die Bahnstrecke sofort gesperrt wurde. Eine Streife der Bundespolizei erreichte unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten den Ereignisort. Unter zur Hilfenahme eines Diensthundes und eines Polizeihubschraubers wurde die Frau um 01:55 Uhr in den Bahngleisen laufend entdeckt und sofort aus dem Gefahrenbereich geholt. Die Streife brachte die 44-Jährige nach Hause. Warum sie sich in den Gleisen aufhielt konnte nicht ermittelt werden. Ihr war zu keiner Zeit bewusst, dass sie sich mit ihrem Verhalten in akute Lebensgefahr begeben hatte.

Die Bundespolizisten wiesen sie vehement auf die Gefahren hin, denen sie sich arglos ausgeliefert hatte und belehrten sie eindringlich: Die vorbeifahrenden Züge können Hindernissen nicht ausweichen. Ein 1200 Tonnen schwerer Zug, der mit 100 Stundenkilometern fährt, benötigt circa 1000 Meter, um zum Stehen zu kommen. Windrichtungen beeinflussen die eigene Wahrnehmung eines heranfahrenden Zuges erheblich. Ein elektrisch betriebener Zug ist beispielsweise für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er sich schon auf der gleichen Höhe befindet. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine hohe Sogwirkung aus. Neben der sich ausgesetzten Lebensgefahr hat die Frau mit ihrem Handeln eine Ordnungswidrigkeit begangen, die mit einem Verwarngeld in Höhe von 25 Euro geahndet werden kann. Durch den Sachverhalt kam es zu massiven Auswirkungen im Bahnverkehr. 35 Züge meldeten Verspätungen von insgesamt 3492 Minuten.

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