Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1562) Einbruchserie in Nürnberg-Langwasser geklärt

    Nürnberg (ots) - Die Nürnberger Polizei konnte eine Gruppe junger Männer ermitteln, die in den vergangenen Wochen im Nürnberger Stadtteil Langwasser zahlreiche Einbrüche verübt und dabei mutwillig hohen Sachschaden verursacht hat. Die Serie hatte das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt.

    Mit einem speziellen Einsatzkonzept versuchte die Nürnberger Polizei, die Straftatenserie zu klären. Eingebunden waren Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd, die Zivile Einsatzgruppe, der Einsatzzug und die Kriminalpolizei. Seit 22. Oktober 2004 waren 30 Einbrüche angezeigt worden. Bevorzugte Objekte waren vor allem Schulen und Jugendeinrichtungen, mehrere Kioske, Turnhallen sowie Gaststätten und Apotheken. Die zunächst unbekannten Diebe erbeuteten Bargeld und Computerzubehör im Wert von 12.000 Euro. Der bei den Einbrüchen verursachte Schaden an den aufgehebelten Fenstern und Türen beträgt ca. 20.000 Euro. Die Täter gingen häufig mit brutaler Gewalt vor und in einem Fall öffneten sie bei einem Gaststätteneinbruch die Zapfhähne, so dass etwa 300 Liter Bier ausflossen.

    Am 08.12.2004 wurde ein 19-jähriger Nürnberger beim Diebstahl von einigen Schachteln Zigaretten in einem Geschäft des Franken-Centers ertappt und der Polizei übergeben. Beamte der Polizeistation Langwasser, die von der Diebstahlserie informiert waren, durchsuchten die Wohnung des 19-Jährigen und fanden dabei eine EC- Karte, die aus einem Schulhauseinbruch stammte. Aufgrund dieses Umstandes wurde der Festgenommene dem zuständigen Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei überstellt.

    Bei seiner Vernehmung gab der Tatverdächtige schließlich zu, zusammen mit sechs jungen Männern (Alter zwischen 16 und 18 Jahren) die Einbrüche in wechselseitiger Beteiligung verübt zu haben. Seine Freunde, die in den Folgetagen festgenommen wurden, waren ebenfalls geständig. Die jungen Männer leben alle noch bei ihren Eltern und sind bis auf einen 16-Jährigen arbeitslos. Das erbeutete Geld verwendeten sie zum Bestreiten ihres Lebensunterhaltes, die Computerteile wurden untereinander aufgeteilt. Zum Teil sind die Tatverdächtigen auch drogensüchtig und finanzierten so ihren Rauschgiftkonsum. Teilweise stellten die Einbrüche für sie einen besonderen Kick dar.

    Gegen die sieben Einbrecher wurden Verfahren wegen schweren Diebstahls eingeleitet. Da der 19-Jährige schon wegen Rauschgifthandels zu einer 2-jährigen Freiheitsstrafe zur Bewährung verurteilt war, ordnete der Ermittlungsrichter gegen ihn Untersuchungshaft an.

    Die Kriminalpolizei prüft, inwieweit das Septett für weitere Straftaten in Frage kommt bzw. ob es noch andere Mittäter gibt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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