Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (128) Amphi-Car löste Großeinsatz am Main-Donau-Kanal aus

Amphi-Car

    Erlangen (ots) - "Wenn ich das geahnt hätte, wäre ich doch nie gefahren"... so äußerte sich ein 42-jähriger Erlanger gegenüber den Polizeikräften die ihn in der Nacht aufgesucht hatten. Am Donnerstagabend um 22.30 Uhr kam es in Erlangen im Stadtteil Schallershof zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Ein Anwohner hatte bei seinem abendlichen Spaziergang am Main-Donau-Kanal in Höhe des Hafens am östlichen Kanalufer Reifenspuren entdeckt, die zunächst auf dem Kanaldamm entlang und dann über die Kanalböschung direkt in den Kanal führten. Die Polizei, die Feuerwehr und der Rettungsdienst rückten daraufhin sofort mit einem großem Aufgebot aus. Aufgrund der am Kanaldamm vorgefundenen Spurenlage mussten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass ein Kraftfahrzeug in die Wasserschifffahrtsstraße geraten und versunken war. Nachdem der Main-Donau-Kanal für den Schiffsverkehr gesperrt worden war, suchten mehrere Feuerwehrtaucher diesen ab. Die Polizeikräfte sperrten die Einsatzstelle ab und versuchten die Herkunft der Reifenspuren zu klären.

    Während der Suche nach dem versunkenen Kraftfahrzeug entdeckten Polizeibeamte am gegenüberliegenden Kanalufer weitere Reifenspuren. Auch diese führten zunächst auf dem Kanaldamm entlang und dann über die Kanalböschung direkt in den Kanal. Dies war nur damit logisch zu erklären, dass ein schwimmfähiges Fahrzeug den Kanal durchquert hatte. Zwischenzeitlich hatten sich mehrere Anwohner am Einsatzort eingefunden. Einer der Zuschauer benannte der Polizei jemanden, von dem er wusste, dass er ein schwimmfähiges Kraftfahrzeug besitzt. Eine sofortige Überprüfung dieser Mitteilung ergab, dass ein 42-jähriger Erlanger mit seinem aus dem Ausland eingeführten dreiachsigen "All Terrain Vehicle" in den frühen Abendstunden unerlaubt auf den beiden Kanaldämmen entlang gefahren war. Hierbei hatte er mit seinem schwimmfähigen Kraftfahrzeug auch den Main-Donau-Kanal durchquert.

    Nach diesen polizeilichen Feststellungen konnten die im Kanal tätigen Feuerwehrtaucher ihre Absuche einstellen. Auch der anwesende Rettungsdienst und der Notarzt konnten wieder in die Rettungswache einrücken. Da das Sonderkraftfahrzeug nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist, wurde gegen den Fahrzeugführer ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

    Ein typenähnliches Bild des Fahrzeuges ist dem Pressebericht beigefügt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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