Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1267) Vorsicht, Urlauber - immer neue Maschen der Ganoven

        Nürnberg (ots) - In den letzten Wochen haben etliche Nürnberger
Anzeige erstattet, weil sie während des Urlaubs im Ausland Opfer von
Straftaten wurden.

  a) PIN von EC-Karte ausgespäht Am Gardasee wollte ein Urlauber mit seiner EC-Karte am Geldautomaten Geld abheben. Die Karte wurde zwar angenommen, jedoch erfolgte keine Anzeige am Display. Eine junge Frau trat hinzu und bot in englischer Sprache ihre Hilfe an. Sie sagte, dass zuerst drei Mal die 0 und dann erst die PIN eingegeben werden müsse. Trotz mehrerer Versuche spuckte der Automat weder Geld noch die EC-Karte aus.   Aber: Am gleichen Abend wurden bei zwei Buchungen in der Umgebung insgesamt 750 Euro von Unbekannt abgehoben.

  b) Dublette von EC-Karte gefertigt In Spanien wurde eine Nürnbergerin von zwei gut gekleideten Männern auf der Straße angesprochen, die sich in gebrochenem Deutsch als Drogenfahnder ausgaben. Sie zeigten einen Ausweis mit Lichtbild. Die beiden durchsuchten dann die Taschen und das Portemonnaie der Frau. Sie gaben vor, auch die EC-Karte überprüfen zu müssen. Zu diesem Zweck steckten sie die Karte in ein offensichtliches Lesegerät, ähnlich dem, wie sie Paketdienste verwenden. Sie musste auch ihre PIN eingeben. Anschließend erhielt sie die Karte zurück.   Nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub musste sie feststellen, dass an verschiedenen Geldautomaten in Spanien insgesamt 1.600 Euro abgehoben worden waren.

  c) Homejacking   Zwei Ehepaare mit drei Kleinkindern verbrachten ihren Urlaub in einem Ferienhaus am Gardasee. Eines Nachts wurde eingebrochen und die Schlafenden wurden ihren Worten zufolge mit Betäubungsgas narkotisiert. Als sie am nächsten Tag gegen 11.00 Uhr aufwachten, waren die Räuber mit Schmuck und Bargeld ihrer Opfer verschwunden. Auch den Porsche nahmen sie mit. Die Beute hat insgesamt einen Wert von ca. 165.000 Euro.

  d) Wohnmobilreisende auf Rastplätzen ausgeraubt Auch auf deutschen Straßen werden Reisende in den Sommermonaten ausgeraubt. Vor allem auf der Hauptroute von Würzburg über Nürnberg, München nach Salzburg wurden in letzter Zeit vermehrt solche Straftaten angezeigt. Die Unbekannten drangen gewaltsam in die Kabinen ein und entwendeten während der Tat Bargeld, Schmuck und Handys. Meistens schliefen die Opfer im Wohnmobil. In einigen Fällen besteht auch der Verdacht, dass die Reisenden mit Gas betäubt wurden.

  Um nicht auf die erwähnten Maschen der Ganoven hereinzufallen, sollten nie die PIN  von EC- und Kreditkarten eingetippt werden, wenn die Gefahr besteht, andere würden sie ausspähen. In Urlaubsquartieren sollten Wertsachen in einem Safe oder bei der Rezeption deponiert werden. Auf Rastanlagen empfiehlt es sich, nicht in abgelegenen Bereichen zu nächtigen. Zusätzlich sollten Türen von innen gesichert werden (z. B. Spanngurte, Riegel u. ä.). Wertgegenstände sollten immer mit in den Schlafbereich genommen und das Handy griffbereit gehalten werden. Im Notfall sofort 110 wählen (im Ausland vorher schon die Notrufnummer erfragen).


ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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