Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (137) Schwerer Lkw-Unfall nach 23 Stunden Fahrtzeit

        Erlangen (ots) - In den Morgenstunden des 24.01.02 kam
es auf der A 3 zw. Erlangen-Frauenaurach und Erlangen-West zu einem
schweren Unfall zwischen zwei 40-Tonnen-Sattelzügen und einem
VW-Transporter. Ein kroatischer Sattelzugfahrer hatte in der
Rastanlage Aurach-Nord eine Ruhepause eingelegt und wollte seine
Fahrt fortsetzen. Er fuhr aus der Rastanlage auf die Hauptfahrbahn
zurück und befand sich noch in der Beschleunigungsphase. Ein
Sattelzugfahrer aus Österreich, der die A 3 befuhr, bemerkte den
Kroaten zu spät. Er versuchte noch nach links auszuweichen, was ihm
jedoch nicht mehr gelang. Er prallte mit der rechten Vorderkante der
Zugmaschine gegen die linke Heckseite des kroatischen Aufliegers.
Dabei riss an der Zugmaschine die rechte Radaufhängung und das
Gespann wurde unlenkbar. Der Sattelzug schleuderte nach links und
quetschte einen VW-Transporter, der aus Fürth kam, gegen die
Mittelschutzplanken. Der Beifahrer des Fürther VW-Busses erlitt eine
Kopfplatzwunde und musste in die Erlanger Klinik eingeliefert werde.

  Noch bevor die Polizei die Diagrammscheiben der beiden Kraftfahrer sicherstellen konnte, hatte der Österreicher seine Schaublätter zerrissen und weggeworfen. Die Polizeibeamten konnten die Schnipsel jedoch wieder zusammentragen und so nachweisen, dass der Österreicher seit mindestens 23 Stunden ohne Pause unterwegs war.   Dementsprechend müde bot sich dann auch der Anblick des Kraftfahrers. Inwieweit der Kroate den Unfall schuldhaft mitverursacht hat, wird von Kfz-Sachverständigen geklärt werden müssen.

  Die Schadenshöhe beläuft sich auf 100.000 EUR. Zur Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge waren die beiden Fahrstreifen in Richtung Würzburg gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr über die Standspur. Es bildete sich ein Stau von 3 km Länge.


ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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