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19.08.2011 – 09:12

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1486)Ermittlungserfolg der Kriminalpolizei - Umfangreiche Betrügereien und Einbrüche aufgeklärt

Nürnberg / Fürth (ots)

Nürnberger und Fürther Kriminalpolizei konnten zwei Straftaten-Serien klären: 20 Einbrüche in Gaststätten und Vereinsheime sowie knapp 40 Fälle von Warenkreditbetrug konnten die Ermittler vier jungen Männern aus dem Ballungsraum nachweisen.

Begonnen hatten die umfangreichen Ermittlungen im Juli 2010, als eine Frau beim Fachkommissariat in Fürth Anzeige wegen versuchten Warenkredit- und Computerbetruges erstattete. Ein zunächst unbekannter Täter hatte Waren im Internet bestellt, welche er mit einem gefälschten Überweisungsträger vom Konto der Geschädigten abbuchen ließ. Die Warenlieferung sollte an eine Packstation in Fürth erfolgen, die zwar existent, deren Zugangsdaten jedoch missbräuchlich benutzt waren. Mangels Kontodeckung kam es damals jedoch weder zu einer Abbuchung des Geldbetrages noch zu einer Warenauslieferung.

In der Folgezeit mehrten sich die Anzeigen wegen Warenkreditbetruges mit Auslieferungen an vermeintliche Packstationen bzw. an temporär von den unbekannten Bestellern eingerichtete Adressen (z.B. leerstehende Grundstücke, an denen kurzfristig Namensschilder angebracht wurden)

Die detaillierte und über Monate hinweg andauernde Auswertung der den Spezialisten für Betrugsfälle der Kriminalpolizei vorliegenden Unterlagen nach Übereinstimmungen führte in der Folge zu dem Verdacht, dass offenbar ca. 20 Betrugsfälle mit Tatort Fürth einem Täter bzw. einer Tätergruppierung zuzuordnen waren. Die Bestellungen beliefen sich insgesamt auf einen Warenwert von ca. 7.000 Euro.

Die Spur der Ermittler führte unter anderem zu mehreren Servern im Ausland, welche die Rückverfolgung zum tatsächlich Handelnden anonymisierten bzw. verschleierten. Gleichgelagerte Fälle mit Tatort Nürnberg waren auch vom entsprechenden Fachkommissariat in Nürnberg bearbeitet worden. Auch hier konnten bislang 15 Straftaten mit einem Gesamtwert der Waren von ca. 15.000 Euro festgestellt werden.

In allen Fällen wurden neben Waren des täglichen Gebrauchs vor allem Schmuck, PC-Spiele und Elektronik bestellt und zum Teil auch geliefert.

Die Zusammenlegung der gewonnenen Informationen führte im September 2010 zur Festnahme eines Tatverdächtigen beim Abholen einer Warensendung an einer fingierten Adresse. Erst im Juli 2011 führten die andauernden Recherchen dann zu einem weiteren Tatverdächtigen der Betrugsserie.

Im Rahmen von richterlich angeordneten Durchsuchungen bei zwei 19-jährigen Tatverdächtigen (darunter auch der Heranwachsende vom September 2010) konnte in den Wohnungen der beiden umfangreiches Beweismaterial aufgefunden werden, das den Tatverdacht hinsichtlich der Betrugsserie erhärtete.

In einer der durchsuchten Wohnungen in Fürth fanden die Beamten zudem professionelles Einbruchswerkzeug in einer Tasche vor und stellten dieses sicher. Das Werkzeug rief nun auch die Spezialisten der Ermittler für Einbruchsdiebstähle der Fürther Kriminalpolizei auf den Plan. Die beiden Betrüger wurden nun auch zu Tatverdächtigen einer größeren Einbruchsserie von Mai bis Juli 2011 mit Schwerpunkt auf Vereinsheime in Fürth, Stein, Oberasbach, Großhabersdorf, Roßtal und Zirndorf. Weitere Ermittlungen führten kurz darauf zur Festnahme zweier weiterer junger Männer (18,19), die an den Einbrüchen mitgewirkt hatten.

Insgesamt gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand 20 Einbrüche auf das Konto der vier Beschuldigten (3 Schüler und 1 Handwerker), die allesamt im Ballungsraum Nürnberg/Fürth wohnhaft sind. Neben Bargeld war vor allem elektronisches Gerät entwendet worden (Schadenshöhe ca. 10.000 EUR), das größtenteils sichergestellt und den Eigentümern mittlerweile wieder ausgehändigt werden konnte. Durch das gewaltsame Aufhebeln von Türen und Fenstern entstand zudem ein Gesamtsachschaden in Höhe von mehr als 30.000 EUR.

Alle vier Täter legten mittlerweile umfassende Geständnisse ab.

Michael Sporrer

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