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POL-MFR: (1203) Mediziner rechnete gefälschte Rezepte ab

Fürth (ots) - Ein Arzt aus Fürth soll nach bisherigen Ermittlungen der Fürther Kriminalpolizei seit mehr als 10 Jahren falsche Rezepte abgerechnet haben. Der dadurch entstandene Vermögensschaden beläuft sich auf mehr als 200.000 Euro.

Durch interne Recherchen einer Versicherungsgesellschaft kamen die Ermittler der Kripo dem Mediziner auf die Spur. Durch fehlende Vermerke auf abgerechneten Rezepten stellte sich heraus, dass verschriebene Medikamente keineswegs von Apotheken an Patienten verkauft worden waren. Eine Rolle spielte dabei auch die Ehefrau des Beschuldigten, die in ihrer Eigenschaft als Apothekenhelferin an den Falschabrechnungen beteiligt gewesen sein soll.

Nachdem sich im Laufe der Zeit der Verdacht des Betruges gegen das Paar immer mehr erhärtet hatte, vollzogen die ermittelnden Beamten vergangene Woche einen richterlich angeordneten Durchsuchungsbeschluss. Dabei fand sich Beweismaterial, das den schon bestehenden Verdacht verfestigte.

Die weiteren Ermittlungen ergaben einen Rückrechnungszeitraum von Anfang 2000 bis Ende des Jahres 2010. Ein Teil der Straftaten dürfte aber bereits verjährt sein, so dass eine strafrechtliche Verfolgung nicht mehr möglich ist.

Gegen den Mediziner und seine Ehefrau wurden Ermittlungsverfahren wegen Abrechnungsbetruges im Gesundheitswesen eingeleitet. Zu den Tatvorwürfen will das Ehepaar zurzeit keine Angaben machen.

Bert Rauenbusch/n

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