POL-PPMZ: Mainz - Senior über ein Jahr Opfer von Betrugsmasche "Falscher Europol-Beamter" - Schaden von mindestens 40.000 Euro
Mainz (ots)
Dank eines aufmerksamen 45-jährigen Zeugen wurde bekannt, dass ein älterer Mann möglicherweise Opfer eines Betruges geworden ist. Der Mitteiler hatte den Senior beim Erwerb mehrerer Paysafe-Karten in einem Supermarkt beobachtet und ihn daraufhin angesprochen, da ihm dies ungewöhnlich erschien für einen Herrn dieses Alters. Daraufhin gab der Geschädigte an, die Karten seien für "Interpol". Nach Bekanntwerden des Sachverhalts wurde der 86-jährige Mann durch Polizeikräfte zunächst telefonisch kontaktiert und anschließend zu Hause aufgesucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Senior nach eigenen Angaben seit über einem Jahr in regelmäßigem Kontakt mit einem angeblichen "Oberst der Europol" stehe. Im Rahmen dieses Kontakts habe er fortlaufend Geld überwiesen sowie Paysafe-Karten und ähnliche Zahlungsmittel erworben und die jeweiligen Codes weitergegeben. Der vermeintliche "Oberst" habe dem Geschädigten seit über einem Jahr glaubhaft versichert das Geld für ihn gewinnbringend anzulegen und eine Art Vermögensaufbau für den Rentner zu betreiben. Der bislang bekannte Schaden beläuft sich auf mindestens 40.000 Euro. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Schadenshöhe darüber hinausgeht.
Der Geschädigte wurde umfassend über die gängige Betrugsmasche "Falscher Polizeibeamter / Falscher Europol-Mitarbeiter" aufgeklärt und eindringlich sensibilisiert, keinerlei weitere Zahlungen zu leisten oder Codes weiterzugeben.
Die Polizei warnt eindringlich:
Internationale Polizeibehörden wie Europol oder Interpol fordern niemals telefonisch oder über Messenger-Dienste Geldzahlungen, Wertkarten-Codes oder Überweisungen. Seien Sie besonders misstrauisch, wenn unbekannte Personen hohe Geldbeträge, Gutscheincodes oder Kryptowährungen verlangen und dabei mit offiziellen Titeln oder Behörden auftreten.
Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig erscheint. Im Zweifel informieren Sie umgehend die Polizei.
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