POL-PPMZ: Provozierter Verkehrsunfall
Mainz-Neustadt (ots)
Am Samstag, den 24. Januar 2026, kam es gegen 20:00 Uhr in der Rheinallee auf Höhe der Zwerchallee zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden.
Nach aktuellem Ermittlungsstand befuhren zwei Fahrzeuge die Zwerchallee und wollten jeweils abbiegen - eines nach rechts, das andere nach links. Der Unfallverursacher nutzte zunächst die linke Abbiegespur, während die Geschädigte die rechte Spur wählte. Während des Abbiegevorgangs wechselte der Verursacher plötzlich auf die rechte Spur und touchierte dabei das Fahrzeug der Geschädigten. Beide Fahrzeuge wurden durch die Kollision beschädigt.
Die Geschädigte meldete den Unfall anschließend auf einer Mainzer Polizeidienststelle. Sie erklärte, dass sie sich am Unfallort durch das Verhalten des anderen Beteiligten überrumpelt gefühlt habe und daher zunächst auf eine polizeiliche Aufnahme verzichtet hatte. Bei der nachträglichen Unfallaufnahme äußerte sie den Verdacht, dass der Unfall möglicherweise absichtlich herbeigeführt wurde. Sie berichtete, dass der andere Fahrer die Verkehrssituation mit einem Mobiltelefon gefilmt, versucht habe, einen bereits vorhandenen Schaden ihrem Fahrzeug zuzuschreiben, und insgesamt sehr routiniert gehandelt habe. Außerdem habe sie den Eindruck gewonnen, dass der Fahrer gezielt beschleunigt habe.
Eine polizeiliche Recherche ergab, dass der betreffende Fahrzeugführer innerhalb des letzten Jahres bereits mehrere ähnliche Unfälle an derselben Örtlichkeit hatte.
Vor diesem Hintergrund besteht der Verdacht auf Betrug und Gefährdung des Straßenverkehrs gemäß § 315b StGB. Die entsprechenden Ermittlungen wurden eingeleitet.
Die Ermittlungen zum Unfallhergang und zu den Hintergründen dauern an.
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