BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

BDU-Vizepräsident Redley sieht Licht am Steuerhorizont, aber auch weiterhin enormen Reformstau

Bonn (ots) - Einstieg in eine vernünftigere Steuersystematik war längst überfällig / Für den Beraterverband treten die einzelnen Stufen der Steuerreform allerdings zu spät in Kraft Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. begrüßt die Zustimmung des Bundesrates zur Steuerreform, sieht aber in den kommenden Monaten angesichts des enormen Reformstaus noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. "Nach sechs Jahren Stillstand war diese Entscheidung längst überfällig und ein Zeichen für die deutsche Wirtschaft und Industrie, aber im Besonderen auch für das Ausland. Endlich gibt es Bewegung und den Nachweis, dass in Deutschland noch Veränderungen möglich sind", beurteilt BDU-Vizepräsident Rémi Redley das Votum grundsätzlich positiv. Ein Wermutstropfen bedeute allerdings die mangelnde Geschwindigkeit der geplanten Reformschritte. "Im Jahr 2005 wird erst das endgültige Potenzial der Steuerreform erreicht. Dann haben die deutschen Unternehmen und Bürger über ein Jahrzehnt auf die lange versprochenen Veränderungen gewartet. Das ist deutlich zu langsam. Die Veränderungsgeschwindigkeit- und rhythmen der Wirtschaft verlangen ein schnelleres Agieren der Politik. Sonst klafft zwischen den eigentlichen Gegebenheiten des Marktes und der politischen Gestaltung der Rahmenbedingungen eine nur schwer zu schließende Lücke ", sieht der BDU-Vizepräsident Handlungsbedarf. Das Schlimmste was nun passieren könne, wäre ein Ausruhen der Politik auf den Ergebnissen der am Freitag verabschiedeten Pläne. Weiterhin sei der Reformstau mit der jetzigen Steuerreform nicht beseitigt, vieles unnötig und vieles zu kompliziert. Zum Beispiel stellten die seit dem 1. April 1999 gültigen Bestimmungen bei den Reisekostenabrechnungen die Arbeitgeber vor zusätzlichen bürokratischen Aufwand, der in der Sache nicht gerechtfertigt sei. Wenn es der Politik wirklich ernst mit weiteren Reformen sei, dann müssten jetzt mehr Transparenz und die Beseitigung von Ausnahmetatbeständen her, so Redley. Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. sind zur Zeit 13.500 Berater organisiert, die sich auf 483 Management-, Personal- und IT-Beratungsgesellschaften verteilen. Die BDU-Mitgliedsunternehmen erzielten 1999 einen Gesamtumsatz von 5,3 Milliarden DM (1998: 4,5 Milliarden DM). Dies entspricht einem Marktanteil von rund 25 Prozent. ots Originaltext: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. Klaus Reiners (Pressesprecher) Zitelmannstraße 22 53113 Bonn Tel.: 02 28/91 61-20 Fax: 02 28/91 61-26 Internet: http://www.bdu.de EMail: info@bdu.de Original-Content von: BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater, übermittelt durch news aktuell

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