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DIE ZEIT

Chilenische Präsidentin Michelle Bachelet: "Ich war in der DDR glücklich"

Hamburg (ots)

Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat nur beste
Erinnerungen an die DDR. "Ob es den Lesern gefällt oder nicht, die
Zeit, die ich in Potsdam und Leipzig verbracht habe, war für mich
eine sehr glückliche Zeit", sagt sie der ZEIT.
Bachelet flüchtete 1975 vor der Diktatur des Generals Augusto
Pinochet aus ihrem Heimatland in die DDR. Sie kehrte erst 1979
zurück. "Sicher ist dieses Urteil über die DDR sehr eng mit meinen
persönlichen Erfahrungen verbunden. Ich war damals 23 Jahre alt, ich
konnte mein Studium fortsetzen, ich habe geheiratet, ich habe dort
mein erstes Kind bekommen. Ich hatte in Deutschland eine schöne
Erfahrung gemacht, und ich empfinde Dankbarkeit für die Art, wie ich,
meine Mutter und meine Freunde aufgenommen wurden". Bachelet kündigt
an, dass sie im Oktober auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela
Merkel nach Deutschland kommen werde.
Bachelet ist im März als erste Frau Lateinamerikas zur Präsidentin
gewählt worden. Im Volk ist sie sehr populär, während das
Establishment ihrer sozialistischen Partei sie lange Zeit mit Skepsis
betrachtet hat. Über ihren Politikstil sagt sie: "In Chile gibt es
immer noch sehr viele autoritäre Menschen. Aber ich gehöre nicht dazu
und will es auch nicht. Das bedeutet aber nicht, dass ich keine
Entscheidungen treffen kann!"
Bachelet ist die Tochter von Luftwaffengeneral Alberto Bachelet,
der 1974 im Gefängnis unter der Folter starb. Über ihr Verhältnis zur
Vergangenheit sagt sie: "Wir haben verstanden, dass wir nicht in der
Lage waren, das Gemeininteresse an die erste Stelle zu setzen ...
Ganz egal, vor welchen Voraussetzungen wir in Zukunft auch stehen
mögen, wir müssen lernen, zusammenzuleben".
Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 33 vom 10. August 2006
senden wir Ihnen gerne zu.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT
Presse-und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax:
040/3280-558, E-Mail:  bunse@zeit.de)

Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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