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Müller-Westernhagen gesteht Handicaps: "Bei mir sind es Melancholie und Depression"

DIE ZEIT 45/16. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/9377 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/DIE ZEIT"

Hamburg (ots) - Marius Müller-Westernhagen gesteht erstmals öffentlich persönliche Schwächen ein: "Bei mir sind es Melancholie und Depression. Und ich weiß, dass ich am Anfang jeder Tournee damit kämpfe", so Müller-Westernhagen in der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Da habe ich im Hotelzimmer Heulkrämpfe", so der Musiker, "aber nicht aus Traurigkeit, sondern einfach weil das zu viel war, zu viel!" Er müsse auf der Bühne viel Energie auffangen und wieder zurückwerfen. Und weiter: "Ich kenne keinen, der kein Handicap hat."

Ans Aufhören denke er auch nach Veröffentlichung seines aktuellen, 23. Albums nicht, "dazu bin ich zu getrieben." Aufhören solle der, der keine Möglichkeit mehr sehe, sich weiterzuentwickeln. Seine Schauspielerkarriere habe er früh beendet, "weil ich einfach keine Möglichkeit mehr sah, auf die Qualität zu kommen, die ich mir vorgestellt hatte." Das sei das, "was mich auch heute wirklich noch antreibt: dieser Ehrgeiz, sich weiter zu verbessern", so der Musiker.

Er selbst sei im Gegensatz zu seinen prominenten Freunden ein schüchterner Mensch: "Wenn ich mit Gerhard Schröder in Hannover in ein Lokal gehe, schüttelt der erst mal alle Hände. Ich verdrücke mich an den Rand", so der inzwischen 67-jährige Müller-Westernhagen.

Gemeinsam mit Klaus Wowereit, mit dem Müller-Westernhagen seit vielen Jahren befreundet ist, unterhält er sich in der aktuellen Ausgabe der ZEIT über die Kunst des Loslassens und Neuanfänge.

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