DIE ZEIT

"Texte will ich nicht interpretieren, sondern spüren"
Der Dramaturg John von Düffel in der ZEIT über seine Lehrjahre

    Hamburg (ots) - John von Düffel, Dramaturg und Autor, schreibt in
der neuen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT: "Terrorismus begleitet
mich nicht erst seit meiner Lesereise durch die USA im September
dieses Jahres, sondern seit meiner Kindheit". 1969/70 lebte er mit
seinen Eltern im irischen Londonderry, als dort Straßenkämpfe an der
Tagesordnung waren. "Ich zog mit den Jungs unserer Straße los, warf
Steine in die Scheiben der roten Telefonhäuschen und fühlte mich
stark."
    
    Die Familie war ständig unterwegs. 1979 zog sie für ein Jahr in
die USA und Düffel lernte, dass an amerikanischen Schulen die
sportliche Leistung darüber entscheidet, "wer du bist und ob du
dazugehörst; in diesem Wettbewerb konnte ich nur im Wasser bestehen
... dann spürte ich nur mich und war frei." Nach der Rückkehr nach
Deutschland war das schlimmste Schulfach Deutsch. "Orthografie
akzeptierte ich nicht. Sprache ist ein Organismus, kein Regelwerk ...
Texte wollte ich nicht interpretieren, sondern spüren".
    
    Nach dem Abitur studierte John von Düffel Philosophie, Germanistik
und Volkswirtschaft und promovierte bereits mit 23 Jahren. Neben
seinem Studium arbeitete er in Theatergruppen. "Hier öffnete sich der
Weg in eine zweite Wirklichkeit. Irgendwann begann ich Geschichten zu
formen ... Prosa wurde zur Erlösung. Da kann ich verlangsamen,
beschleunigen und andere Perspektiven einnehmen als auf der Bühne.
Bei Theatertexten ist mir mittlerweile schnell klar, ob und wie sie
funktionieren - dann langweilt das Weiterschreiben. In der Prosa gibt
es für mich noch viel zu entdecken."
    
    Den kompletten ZEIT-Beitrag (DIE ZEIT Nr. 44, EVT 25.10.2001) zu
dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                                                        
                                                    
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