DIE ZEIT

ZEIT: Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin ist gegen den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses

    Hamburg (ots) - Der Staatsminister für Kultur Julian Nida-Rümelin
hat die Pläne für einen Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses
kritisiert. Eine originalgetreue Rekonstruktion sei das falsche
Signal, sagte Nida-Rümelin der Wochenzeitung DIE ZEIT. Der
Wiederaufbau großer Teile der Hohenzollernresidenz sei technisch
nicht möglich. Alternativ nur Kulissen zu errichten, käme für ihn
nicht in Frage, sagte der Staatsminister. Er plädierte für einen
Architektenwettbewerb, um auch zeitgenössische Lösungen zu prüfen.
    
    Weiterhin warnte Nida-Rümelin davor, das Schloßplatzprojekt zu
einem Großvorhaben der Nation zu verklären. "In keinem Fall kann ein
Schloss das bauliche Symbol der dritten deutschen Republik sein." Die
Debatte sei vor allem eine Angelegenheit der Stadt, die in Berlin
entschieden werden müsse.
    
    Auch das neue Kanzleramt wurde von Nida-Rümelin im ZEIT-Interview
kritisiert. Er bezeichnete den Neubau als "kolossal". "Es gibt
Architektur, die auch große Volumina filigraner nach außen darstellt,
als es das neue Kanzleramt tut." Im Inneren hingegen sei das Gebäude
so eng, dass er noch nicht einmal mit seinen Mitarbeitern zusammen in
einem Stockwerk sitzen könne.
    
    
         Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 11/2001 mit
         Erstverkaufstag am Donnerstag, 8. März 2001, ist unter
         Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der
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