DIE ZEIT

Loretta Würtenberger in der ZEIT über ihre Lehrjahre als jüngste Richterin Deutschlands und Jungunternehmerin

    Hamburg (ots) - Loretta Würtenberger, 28, Mitbegründerin des
Internet-Start-ups webmiles, spricht in der jüngsten Ausgabe der
Wochenzeitung DIE ZEIT über ihre Kindheit, ihre Zeit als jüngste
Richterin in Deutschland und ihren Weg zur Unternehmerin.
    
    "Los Angeles, Bonn, Neuss, Virginia und Düsseldorf - das sind die
Orte, an denen ich zur Schule ging. Und die Umzüge haben mich
geprägt: Meine beiden Brüder und mich schweißten sie zusammen, denn
die Familie war die einzige Konstante in unserem Leben. Diese
Verbindung hat bis heute nichts an Intensität verloren." Sie startete
ihr Studium in Heidelberg, setzte es in Paris und Berlin fort.
"...und zwar auf eine Art, die Juraprofessoren nicht mögen. Im ersten
Jahr besuchte ich keine einzige Vorlesung, zog dafür aber einen
Handel mit italienischen Woll- und Seidenaccessoires auf. Loretta's
hieß mein erstes Unternehmen."
    
    "Ein Jahr vor dem Examen hatte ich dann von diesem etwas
unkonventionellen Studentenleben genug und holte alles auf. Acht
Stunden konzentriert lernen jeden Tag, das funktioniert. Insgesamt
habe ich sechs Semester studiert, dann mit magna cum laude
promoviert. Ich war 25, als ich Richterin wurde. Und diese Zeit war
meine schönste. Richterin am Berliner Landgericht - das war eine sehr
verantwortungsvolle Aufgabe, der ich mich aber trotz meines jungen
Alters gewachsen fühlte. Vielleicht, weil ich mir schon sehr früh
Gedanken zur Gesellschaftspolitik gemacht hatte."
    
    "Mir tut es immer noch leid, dass ich den Richterjob aufgegeben
habe." Ihr Mann zog nach München, dort war keine Richterstelle frei -
sie arbeitete als Anwältin. "Doch aufgrund eines Mandats Partei
ergreifen - das liegt mir nicht."
    
    Sie gründete mit Partnern webmiles - "...dabei habe ich so viel
gelernt wie in fünf Studiengängen zusammen. Verträge aushandeln,
Marketing-Entscheidungen treffen, der Umgang mit Mitarbeitern - das
alles war neu für mich ... Heute führen wir ein Unternehmen mit 120
Leuten, und für Außenstehende sieht meine Karriere straight aus,
geplant. Doch es war vielmehr Schicksal, Fügung, Gottes Hand - je
nachdem, wie man es sehen möchte."
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 05/2001 mit
    Erstverkaufstag am Donnerstag, 25. Januar 2001 ist unter
    Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut
    des ZEIT-Textes kann angefordert werden.
        
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