DIE ZEIT

Till Niewisch, Produktionspsychologe der Pro7 Aktionshow "Der Maulwurf", im ZEIT-Interview: "Voyeurismus ist eine der erregendsten Sachen überhaupt"

    Hamburg (ots) - Kurz vor dem Start der Pro7 Actionshow "Der
Maulwurf" hat sich der Produktionspsychologe, Till Niewisch, im
ZEIT-Interview über die Hintergründe der Produktion geäussert. In der
von Michael Stich moderierten Show geht es darum, einen Saboteur
unter zehn Kandidaten zu finden, dessen Identität bis zum Schluss
geheim bleibt. Niewisch ist eine von nur vier Personen, die den
Maulwurf kennt.
    
    Till Niewisch war von den Produzenten hinzugezogen worden, weil
man befürchtete, einer der Kandidaten könne sich, wie in Schweden
nach der Robinson-Show, das Leben nehmen. Doch die wahren Spannungen
traten nicht unter den Kandidaten auf, sondern im Team. Niewisch: "Es
ergab sich eine Situation, die ich nicht kannte. Die Kandidaten
gingen durch ein Wechselbad der Gefühle, waren aufgewühlt, haben
geweint." Nächtelang hätten die Kameramänner darüber diskutiert, ob
solches Fernsehen noch ethisch vertretbar sei. Niewisch: "Das ist
Fernsehen. Es ist Ausbeutung von Gesichtern, von Gefühlsausdrücken zu
kommerziellen Zwecken." Nach der Produktion seien  das Team, aber
auch die Redaktion, getrennte Wege gegangen: "Als ob diese Ideen von
Verrat, Konkurrenz noch weitergewirkt hätten".
    
    Auf den Einwurf, dass solche emotionsgeladenen Sendungen den
Voyeurismus des Publikums fördern, sagt Till Niewisch gegenüber der
ZEIT: "Ich denke, dass man da nüchtern rangehen sollte. Voyeurismus
ist eine der erregendsten Sachen überhaupt, gerade in sexuellen
Hinsicht...".
    
    Diese Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 28/2000 mit Erstverkaufstag am
Donnerstag, 6. Juli 2000 ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur
Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Interviews kann
angefordert werden.
    
    
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