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Schauspieler Willem Dafoe: Schauspielerei ist durch Angst motiviert

Hamburg (ots) - Der amerikanische Schauspieler Willem Dafoe ("Zurück im Sommer") ist der Meinung, dass "Schauspielerei letztlich immer auch durch Angst motiviert ist; Angst, ob ich den Schlüssel zu meiner nächsten Rolle in mir finde. Andere Menschen tauchen ab, indem sie Musik hören, Drogen nehmen, sich im Sex verlieren. Mein Ideal ist es, mich in einer Rolle so weit aufzulösen, dass ich mich selbst nicht mehr spüre und auch die Welt um mich herum aufhört zu existieren. Nie bin ich lebendiger und stärker eins mit mir als in den Momenten, wenn mir das gelingt."

Alle Figuren, die er darstelle, sagt Dafoe, existierten in gewisser Weise schon in ihm, in seinen Absichten und in seinen Gefühlen: "Dabei ist es erstaunlich, wie weit man als Schauspieler durch Vorspiegelung an sein Innerstes herankommt. Dennoch glaube ich, dass das Gefühl an sich beim Schauspiel überschätzt wird. Meist geht es vielmehr um die treffende Geste. Manchmal empfindet man sein eigenes Spiel in einer bestimmten Szene als grandios, beim Zuschauer aber kommt nur heiße Luft an, und umgekehrt. Ein unauflösbares Dilemma."

Er hänge mehr an Ritualen als an Dingen, sagt der Schauspieler. "Ich liebe es, Hotelzimmer in Herbergen zu verwandeln, indem ich sie mit meinen Gewohnheiten auffülle. Für mich entsteht das größte Wohlgefühl beim Drehen, wenn ich meine Klamotten selbst waschen und im Keller des Produktionshotels zum Trocknen aufhängen kann. Diese Marotte habe ich mit Jackie Chan gemein."

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