DIE ZEIT

Zimbabwes Opposition kritisiert Bundesregierung und Münchener Unternehmen

Hamburg (ots) - Eine Oppositionspolitikerin aus Zimbabwe erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und ein deutsches Unternehmen. Der Technologiekonzern Giesecke & Devrient mit Sitz in München versorge Zimbabwes Diktator Robert Mugabe mit Spezialpapier und Tinte für Banknoten, sagt die Abgeordnete der simbabweschen Oppositionspartei Movement for Democratic Change, Trudy Stevenson, in der ZEIT. Mit dem Geld finanziere der 84-jährige Diktator die Unterdrückung der Opposition. Die Bundesregierung, behauptet Stevenson, heiße diese Zusammenarbeit gut. Weder das angegriffene Unternehmen noch das Auswärtige Amt waren gegenüber der ZEIT zu einer Stellungnahme bereit. "Wir können nicht über Kundenbeziehungen reden, weil sie auf Vertraulichkeit basieren" sagt die Pressesprecherin von Giesecke & Devrient, Barbara Kögler. Man halte sich aber an internationale Vorschriften.

Giesecke & Devrient stellt außer Banknoten auch Kreditkarten, fälschungssichere Ausweise und Führerscheine her. In der Vergangenheit war das Unternehmen bereits durch seine Zusammenarbeit mit Zaires damaligem Diktator Joseph-Désiré Mobutu aufgefallen.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation ZimRights sind mehr als 50 Regimegegner der gewalttätigen Einschüchterungskampagne zum Opfer gefallen, mit der Mugabes Regime in Zimbabwe vor der Stichwahl um die Präsidentschaft am 27. Juni die Opposition überzieht.

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