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Sterneköchin Poletto: Gäste sollen essen, was auf den Tisch kommt

Hamburg (ots) - Die Hamburger Fernsehköchin Cornelia Poletto würde in ihrem Sterne-Restaurant am liebsten die Speisekarten abschaffen und die Gäste würden essen, was auf den Tisch kommt. "Ich hasse Menüvorschläge. Und ich träume von einem Restaurant, in dem es keine Dienstage mehr gibt, keine Speisekarten und keine Menüvorschläge", sagt die Sterneköchin der ZEIT. "Dafür gibt es einen Molteni-Herd in der Mitte, an dem stehe ich und koche, und die Gäste kommen zu mir und schauen in die Töpfe und sehen selbst, was ich gerade mache. Sie riechen es, sie können mich fragen. Und deshalb brauchen sie keine Speisekarte. Sie essen einfach, was ich ihnen koche." Es könne doch nicht sein, fährt die Sterneköchin fort, "dass man aus Angst, einen Stern zu verlieren, nicht mehr das tut, was man gut findet! Ich träume einfach davon, dass ich mich immer mehr traue. Dass ich die Bestätigung dafür bekomme. Und dass ich mich traue, meine Freude zu leben." Der Druck, der von den Gästen ausgeht, halte sie davon ab, "so zu kochen, wie man möchte. Es sind Gäste, die das Genießen vergessen. Die immer alles unter Kontrolle haben wollen. Warum entspannen sie sich nicht einfach und sagen: 'Koch mir was!' Da kriegt man doch sowieso das Beste! Stattdessen spukt bei vielen Gästen noch die Angst herum, dass sie dann die Reste bekommen, das, was dringend weg muss". Pressekontakt: Den kompletten ZEIT-Beitrag der ZEIT Nr. 48 vom 22. November 2007 senden wir Ihnen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de) Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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