VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik

Aktuelle Studie zur Technikakzeptanz
VDE: Junge Leute pro Informationsgesellschaft

    Frankfurt am Main (ots) - Junge Menschen sind für die
Informationsgesellschaft. Dies unterstreichen die Ergebnisse der
diesjährigen repräsentativen VDE-Studie zur Technikakzeptanz. Demnach
sind 62 % der bis 34-jährigen eindeutig für die Entwicklung der
Informationstechnik und Telekommunikation. 10 % mehr als noch vor
vier Jahren. Innerhalb der Gesamtbevölkerung sprechen sich 51 %
grundsätzlich dafür aus, 30 % sehen die Entwicklung teilweise
positiv, nur 9 % sind eher skeptisch. Die größten Befürworter von
IT-Innovationen sind die Bayern mit 64% Zustimmung, knapp gefolgt von
Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (63 %). Befragt wurden 1.000
Bundesbürger über 14 Jahren.
    
    Eine deutliche Mehrheit (72 %) ist der Meinung, dass sich
Deutschland stärker in der Medizintechnik engagieren sollte. 52 %
interessieren sich besonders für die Tele-Medizin, durch die sich die
medizinische Versorgung bei Operationen oder bei der
Patientenüberwachung und -betreuung optimieren lasse. Im letzten Jahr
waren dies erst 36%.
    
    Auch das Interesse an Computershopping, e-Government, Bildung oder
Tele-Arbeitsplätzen nimmt zu, insbesondere bei jungen Menschen. Die
Hälfte der unter 34-jährigen möchte Aus- und Weiterbildungsangebote
via PC nutzen oder sieht in der Telearbeit interessante Perspektiven.
Der Anteil derjenigen, der keine dieser und weiterer Anwendungen der
Informationstechnik gerne nutzen würde, ist in der Gesamtbevölkerung
seit 1998 kontinuierlich von 21 % auf 6 % zurückgegangen.
    
    Während die Akzeptanz der Informationstechnik und ihrer
Anwendungen auf gutem Wege ist, erfordert die Positionierung
Deutschlands als Standort für Innovationen deutlich mehr
Anstrengungen, so ein weiteres Ergebnis der VDE-Studie. Etwa ein
Drittel der Bevölkerung räumt den USA und Japan eine hohe
Innovationskraft in der Elektro- und Informationstechnik oder anderen
Zukunftstechnologien ein. Nur 6 % meinen dies für Deutschland und
Europa. Die positiven Werte für die USA und Japan sind nach
Einschätzung des VDE auch auf die sichtbare Präsenz von
Massenprodukten zurückzuführen, z.B. bei Computern oder in der
Unterhaltungselektronik. Die Stärken Deutschlands liegen dagegen mehr
in einer hochmodernen IT-Infrastruktur in der Mobilkommunikation oder
Systemtechnik. In jedem Fall sei ein offensiveres Marketing für das
Image des Technikstandortes geboten, so der VDE-Vorsitzende und
Telekom-Vorstand Gerd Tenzer.
    
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Ursula Gluske-Tibud
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