Bundesärztekammer

"Fortbildung ist Qualitätssicherung"
24. Interdisziplinäres Forum der Bundesärztekammer

Köln (ots) - "Jeder Patient hat Anspruch auf eine Behandlung nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft. Dieses Recht darf auch nicht durch ein willkürlich festgelegtes Budget aufgehoben werden", so Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe zur Eröffnung des 24. Interdisziplinären Forums "Fortschritt und Fortbildung in der Medizin" der Bundesärztekammer. Gerade in einer Zeit, in der die Patientenversorgung durch Budgetierung und in der Folge auch Rationierung bedroht werde, komme es darauf an, die Möglichkeiten und Chancen der Medizin im 21. Jahrhundert deutlich zu machen. Darüber mache sich die Politik aber nur wenig Gedanken. "Statt dessen wird munter über ein Patientenschutzgesetz nachgedacht, das vor allem in Ländern mit staatlicher Zuteilungsmedizin Schutz vor ungerechtfertigten Ansprüchen der Patienten bieten soll", sagte Hoppe. Seit nunmehr 24 Jahren ist das Interdiziplinäre Forum der zentrale Fortbildungskongreß der Bundesärztekammer. Auch diesmal werden auf dem Forum in der Zeit vom 12. bis 15. Januar 2000 in Köln neue Erkenntnisse der medizinischen Forschung von namhaften Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen vorgestellt und diskutiert. Das Forum trägt zu einer rationellen Diagnostik und Therapie bei und ermöglicht damit auch Verbesserungen in der Qualität der medizinischen Versorgung. "Fortbildung ist Qualitätssicherung. Dabei sollte allerdings nie aus dem Blick geraten, daß Qualitätssicherung weder Selbstzweck ist, noch primär der Kostensenkung dient; sie zielt vor allem auf eine optimale Patientenversorgung", sagte der Vorsitzende des Deutschen Senats für ärztliche Fortbildung, Prof. Dr. Heyo Eckel. Bei der Erörterung der verschiedenen Themen gehen die Experten folgenden Fragen nach: Was ist neu und was ist hiervon für die praktische Medizin von Bedeutung? Welche Methoden sind überholt, welche werden zu Unrecht nicht mehr angewandt? Wie ist das Kosten-Nutzenverhältnis neuer gegenüber bereits etablierter Diagnostik- und Therapieverfahren und was muß unbedingt über die Fortbildung an die Ärztinnen und Ärzte weitergegeben werden? Die Palette der Themen des 24. Interdisziplinären Forums reicht von Schwerhörigkeit im Jugendalter über die Bedrohung durch neue und alte Infektionskrankheiten bis hin zu Fragen der Antibiotika-Therapie. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung des Kongresses: Jugendschwerhörigkeit - Prävention und Behandlung Leitsymptom Schwindel als interdisziplinäre Aufgabe Moderne Konzepte der Behandlung peripherer Venenerkrankungen Aktuelle Aspekte der Infektions- und Tropenmedizin Moderne Impfstrategien Aktuelle Arzneitherapie: Antibiotika-Therapie Die Vorträge der Referenten geben Auskunft über neue Erkenntnisse aus den verschiedenen Fachbereichen der Medizin. Zugleich sollen Möglichkeiten der Anwendung im ärztlichen Alltag der ambulanten und stationären Versorgung aufgezeigt und über die Fortbildungsveranstaltungen der Ärztekammern an Ärzte weitergegeben werden. ots Originaltext: Bundesärztekammer Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Pressekontakt: Während des Interdisziplinären Forums vom 12. -15. Januar 2000 ist die Pressestelle der deutschen Ärzteschaft in Köln unter der Tel.-Nr. (0221) 7763-301 erreichbar. Ausführliche Vorträge auf Anfrage. Original-Content von: Bundesärztekammer, übermittelt durch news aktuell

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