VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger

Zeitschriftenverleger: Print ist ein einzigartiges Kulturgut

Berlin (ots) -

   VDZ betont Bedeutung der Printmedien für pluralistische 
   Gesellschaft/ Warnung vor faulen Kompromissen 

Vor der am Donnerstag stattfindenden Sitzung der Ministerpräsidenten zum 12. Rundfunkstaatsvertrag verweist der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger auf den hohen kulturellen Stellenwert der privatwirtschaftlich organisierten Presse mit ihren Tausenden von Titeln im Bereich Zeitschriften, Fachpresse und konfessionelle Presse. "Die Bedeutung der Printmedien für eine pluralistische Medienlandschaft ist nicht hoch genug einzuschätzen", meint VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. "Zeitungen und Zeitschriften sind mit ihrer einzigartigen Vielfalt und Qualität ein unschätzbares Kulturgut, das sich - anders als die gebührenfinanzierten Programme von ARD und ZDF - in einem freien Wettbewerb jeden Tag aufs Neue behaupten muss. Wir appellieren daher an die Politik, diese Bedeutung auch beim 12. Rundfunkstaatsvertrag zu berücksichtigen. Faule Kompromisse werden die Verleger bei diesem Thema in keinem Falle hinnehmen."

Angesichts der jüngsten Äußerungen von Verbraucherverbänden, Gewerkschaftsrepräsentanten und anderen Institutionen, die Mitglieder der Rundfunkräte in Deutschland stellen, müssen die deutschen Verleger konstatieren, dass diese ihre Aufgabe der Qualitätssicherung und der Neutralität nicht wahrnehmen und sich stattdessen als Lobbyisten von ARD und ZDF gerieren. Mit seiner über 500-jährigen Tradition ist Print eines der ältesten Kulturgüter überhaupt. Eine Verengung des Kulturbegriffs, wie ihn jetzt ARD und ZDF für sich in Anspruch nehmen, ist für die Verlegerverbände nicht akzeptabel. "Ein staatlich unabhängiger und pluralistischer Kulturbegriff gehört zu den Grundpfeilern demokratischer Werte. Die Pressefreiheit ist eine historische Errungenschaft unserer demokratischen Gesellschaft", sagt Wolfgang Fürstner. Das "Kulturgut Print" ist daher mindestens ebenso schützenswert wie das gebührenfinanzierte TV-Programm im Internet. Insbesondere, wenn sich die deutschen Verleger, die seit über zehn Jahren in Online investieren und sich längst in einem weltweiten Wettbewerb befinden, auf dem deutschen Markt einer nahezu grenzenlosen und gebührenfinanzierten Ausbreitung öffentlich-rechtlicher Internetangebote ausgesetzt sehen.

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