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"Verschwendung": Von der Kasse bezahlt - doch vom Arzt verordnet

Wuppertal (ots) - Was die Krankenkassen bezahlen, hat ein Arzt zuvor verordnet. Kritik an den Kassen, sie würden Beitragsgelder "veruntreuen", schlägt deshalb auf die Ärzte zurück, erwidert BARMER-Vorstandsvorsitzender Dr. Eckart Fiedler Vorwürfe des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Dr. Manfred Richter-Reichhelm hatte die Kassen bezichtigt, sie würden im Jahr 600 Millionen DM verschleudern. Richter-Reichhelm beziehe seine Argumente aus einer Stichprobenprüfung der Krankenkassen-Aufsicht vom Februar diesen Jahres. Darin waren Leistungen der Krankenkassen aus dem Jahr 1999 analysiert worden. Für Fiedler ist die Ärztekritik zwar mit großem Elan vorgetragen, geht jedoch an der Sache vorbei. So beziehen sich 88 Prozent der beanstandeten Fälle auf die auch von vielen Ärzten nachdrücklich empfohlene Akupunktur, die erst im Oktober 2000 aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen wurde. 1999 sei dagegen in jedem Fall die medizinische Notwendigkeit der Akupunktur geprüft worden. Eine andere kritisierte Leistung - die intracytoplasmatische Spermieninjektion - hat das Bundessozialgericht erst vor wenigen Tagen ausdrücklich als Leistung der Krankenkassen definiert. Selbst wenn 1999 die rechtliche Situation noch nicht so klar war, könne man heute doch kaum von "Verschleudern" reden, so Fiedler. ots Originaltext: Barmer Ersatzkasse Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: BARMER-Presseabteilung, Telefon (0202) 5 68 14 21 Original-Content von: BARMER GEK, übermittelt durch news aktuell

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