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Abwärtstrend: Knapp 14 Prozent weniger IT-Jobangebote als im Vorjahr / Beste Jobchancen für IT-Profis derzeit in Nordrhein-Westfalen und Bayern

    München (ots) - Die Zeiten grenzenlosen Personalwachstums im
IT-Bereich scheinen für viele Firmen, nicht nur in der New Economy,
zunächst einmal vorbei: In der Zeit von Januar bis Mai 2001 wurden
insgesamt 41.202 offene Stellen auf dem IT-Arbeitsmarkt
ausgeschrieben, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch
47.960 - ein Rückgang um knapp 14 Prozent. Das berichtet die
Fachzeitschrift COMPUTERWOCHE in ihrer aktuellen Ausgabe unter
Berufung auf eine Analyse des Marktforschungsunternehmens EMC/Adecco,
das die Stellenmärkte von 40 Tageszeitungen sowie der COMPUTERWOCHE
untersuchte.
    
    Drastisch ist demnach der Nachfrage-Rückgang bei den
IT-Beratungshäusern, wo knapp 5.000 Stellen weniger für IT-Profis zur
Verfügung stehen. Einen deutlichen Einschnitt gibt es zudem in der
Telekommunikationsbranche: Hatten sich dort im vergangenen Jahr die
Stellenangebote noch verdoppelt, rudern die Unternehmen knapp ein
Jahr nach der UMTS-Auktion zurück: Gegenüber 5.254 im Vorjahr gab es
jetzt nur noch 3.476 Offerten.
    
    Informatiker mussten im Vergleichszeitraum einen Rückgang um knapp
3.000 Angebote hinnehmen, können aber trotzdem weiterhin unter 11.367
Offerten wählen, da sich die Nachfrage hier auf einem hohen Niveau
abspielt. Am stärksten nachgelassen hat mittlerweile das Interesse an
Anwendungsentwicklern mit derzeit 9.398 ausgeschriebenen Stellen
gegenüber 13.988 Angeboten im Vorjahr. Auch Datenbank- und
Netzwerkspezialisten sowie Systemingenieure müssen sich mit der
Hälfte der Angebote begnügen.
    
    Gegen den allgemeinen Abwärtstrend stemmen sich
CAD/CAM-Spezialisten, für die es knapp 700 Jobs mehr gab, sowie - der
Dotcom-Krise zum Trotz - die Internet-Profis mit einem Plus von knapp
300 Stellen.
    
    Die besten Jobchancen haben IT-Spezialisten zur Zeit in
Nordrhein-Westfalen (8.142 Angebote), dicht gefolgt von Bayern
(8.088). Dagegen ist die Nachfrage im Osten nach wie vor verhalten:
Trotz der Hauptstadt Berlin, die viele Startups anlockte, wurden in
den fünf neuen Ländern und in Berlin mit 5.148 Angeboten weniger Jobs
offeriert als etwa in Baden-Württemberg (6.191).
    
ots Originaltext: COMPUTERWOCHE
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