GfK Verein

GfK-Tagung 2016: Märkte im Fokus
Kommunikation, Handel und Marktforschung im digitalen Wandel

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Nürnberg (ots) - Als Think Tank der Marktforschung investierte der GfK Verein im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Euro in die (Weiter-)Entwicklung und Erforschung von Methoden. Damit schafft der GfK Verein innovative Marktforschungstools und ist im Wandel der Märkte stets am Puls der Zeit. Auf der diesjährigen GfK-Tagung stellten die eingeladenen Referenten zukunftsweisende Ansätze und Strategien vor und der GfK Verein zog im Rahmen eines Presse-Lunchs Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres.

Grenzenlose Vernetzung, digitale Konsumenten, die Rolle von Daten und die Innovationskraft des Scheiterns - diese Themen und Trends standen im Mittelpunkt der GfK-Tagung am 7. Juli 2016 in Nürnberg. Knapp 500 an Marketing und Marktforschung Interessierte waren in das NCC Mitte in Nürnberg gekommen. Erstmals präsentierte sich die GfK Tagung an einem neuen Veranstaltungstag und mit einem neuen Konzept. Marktexperten der GfK SE diskutierten mit Unternehmensvertretern zu Entwicklungen, die die Märkte für Fast-Moving-Consumer-Goods und für Do-It-Yourself bewegen.

Licht und Schatten mobiler Kommunikation

Welche Möglichkeiten und Herausforderungen die Vernetzung mit sich bringt, treibt alle Branchen um. "Durch mobile Kommunikation gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Arbeit und Freizeit", erläuterte Professor Dr. Norbert Bolz. Damit benannte der Medienwissenschaftler und Buchautor die Licht- und Schattenseiten der vernetzten Gesellschaft: Wenn das Smartphone das Büro ersetzt, gehen flexibles Arbeiten und ständige Verfügbarkeit Hand in Hand. Auch wird in Zeiten des "information overload" Aufmerksamkeit zu einem knappen Gut. Wie Unternehmen damit umgehen können, stellte er in seinem Vortrag dar.

Der digitale Heimwerker

Wie gehen Heimwerker beim Kauf eines Elektrowerkzeugs vor? Informieren sie sich online über Produkte und Marken, schauen sie Youtube-Tutorials oder lassen sie sich im Baumarkt zum Kauf inspirieren? Die GfK untersuchte in einer Studie die User Journey von Hobbybastlern. Eine der wesentlichen Erkenntnisse stellten Markus Wittmann, Head of POS Measurement Germany der GfK SE, und Bernd Müller, Robert Bosch GmbH, in ihrem Vortrag vor: "Für 80 Prozent der Käufer ist die User Journey digital." Im DIY-Markt gebe es keine Trennung in Online- und Offline-Kanäle mehr, so das Resümee. Die Referenten stellten außerdem eine Käufer-Typologie für Heimwerker vor, auf die Unternehmen ihre Strategien ausrichten können.

E-Commerce und FMCG: Nische mit Potenzial

Während der digitale Wandel den Einzelhandel besonders im Bereich Computerzubehör, Musik und Software beeinflusst, kaufen die Deutschen Lebensmittel und Drogeriewaren bislang meist offline. Wo die Potenziale von Online-Shopping liegen und welche Barrieren FMCG-Händler beseitigen müssen, diskutierte Thomas Bachl, Regional COO und CEE Meta der GfK mit Dominique Locher. Der CEO von LeShop.ch, einem der führenden Online-Shops für Lebensmittel in der Schweiz, gab Einblicke in die Erfolgsfaktoren seines Unternehmens - unter anderem, wie es den Fokus auf seine Kernzielgruppe legte. Außerdem stellte Bachl eine vergleichende Studie im GfK Haushaltspanel vor, die die Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten an den Online-Handel untersuchte.

Marktdaten und die Zukunft der Marktforschung

Auch die Marktforschung bleibt von der Digitalisierung nicht unberührt. Lange standen die Generierung von Daten, deren Aufbereitung und Interpretation zur Beantwortung von Kundenfragen im Mittelpunkt. Aber gilt das auch in Zeiten omnipräsenter Datenmengen? Wer heute die Hoheit über Marktdaten hat und welche Konsequenzen sich daraus für die Marktforschung ergeben, dieser Frage ging Norbert Wirth, Global Head of Data and Science der GfK SE, nach. Er beschrieb, welchen Mehrwert innovative Marktforschung leistet und auf welche Kompetenzen es künftig ankommen wird. Dazu führte er unter anderem eine Reihe von Expertengesprächen.

Innovationen auf dem Prüfstand

Mit dem Innovationsbegriff selbst beschäftigte sich der abschließende Vortrag von Professor Dr. Reinhold Bauer. Der Leiter des Lehrstuhls für Wirkungsgeschichte der Technik an der Universität Stuttgart zeigte: Nicht Innovationen sind der Königsweg in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Vielmehr ist das innovatorische Scheitern der Regelfall. Deshalb könne "Fehlschlagforschung" zu einem besseren Verständnis technischer Entwicklung beitragen. In seinem Vortrag vermittelte Bauer auch anhand einiger Fallbeispiele für missglückte Produktinnovationen Einblicke in eine "Typologie des Scheiterns".

Zur GfK-Tagung

Die GfK-Tagung des GfK Vereins beschäftigt sich jedes Jahr mit aktuellen, für das Marketing und die Marktforschung substantiellen Fragen. Sie bietet neben den Vorträgen ausgewiesener Experten auch die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. GfK-Tagungen finden seit 1950 im Anschluss an die Mitgliederversammlung des GfK Vereins statt.

Zum GfK Verein

Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus rund 600 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Der GfK Verein ist Gesellschafter der GfK SE. Weitere Informationen unter www.gfk-verein.org.

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Über GfK

GfK steht für zuverlässige und relevante Markt- und Verbraucherinformationen. Durch sie hilft das Marktforschungsunternehmen seinen Kunden, die richtigen Entscheidungen zu treffen. GfK verfügt über langjährige Erfahrung im Erheben und Auswerten von Daten. Rund 13.000 Experten vereinen globales Wissen mit Analysen lokaler Märkte in mehr als 100 Ländern. Mithilfe innovativer Technologien und wissenschaftlicher Verfahren macht GfK aus großen Datenmengen intelligente Informationen. Dadurch gelingt es den Kunden von GfK, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das Leben der Verbraucher zu bereichern.

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