WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR Fernsehen, Sonntag, 7. Juli 2002, 16.30-17.00 Uhr
Unter dem Himmel von Amsterdam

Köln (ots) - Fromme Huren, neue Mönche, falsche Kirchen Beobachtungen von Christian Modehn In Amsterdam wurden in den letzten 20 Jahren 50 Kirchen geschlossen, verkauft und abgerissen. Eine gottlose Stadt? Keineswegs. Die Religion lässt sich nicht klein kriegen. Der Film lädt ein zu einem unterhaltsamen Spaziergang durch die Grachtenstadt: Prostituierte entdecken den Glauben, Drogenabhängige gründen ihre eigene Gemeinde, Afrikaner mieten ehemalige Garagen für geistbewegte Gottesdienste. Und die Armen werden zu Tisch gebeten - Gemeinderäume werden zu Speisehäusern. Wer Zeit und Geld hat, leistet sich einen privaten Theologen "im Salon". Der Buddhismus boomt, und Moslems versammeln sich zum Gebet in einem ehemaligen katholischen Gotteshaus. Nirgendwo sonst wird der religiöse Umbruch Europas so deutlich wie in Amsterdam. Wiederholung, Donnerstag, 11. Juli 2002, 12.00-12.30 Uhr. WDR Fernsehen Sonntag, 21. Juli 2002 16.30-17.00 Uhr Unter dem Himmel von Rom Zwischen Lebenslust und Seelenheil Beobachtungen von Udo Gümpel In Rom, dem Zentrum der katholischen Weltkirche, sind Gläubige eine Minderheit. Erstaunlich aber wahr. Die weit über 1000 Kirchen und Kapellen werden hauptsächlich von Touristen und auswärtigen Pilgern besucht. Nur die Hälfte der Römer zahlt Steuern an die katholische Kirche. Wunderheiler und Wahrsager haben regen Zulauf. Doch abseits musealer kirchlicher Pracht regt sich durchaus religiöses Leben: z.B. in der katholischen Laienbewegung von Sant´Egidio, die sich um Obdachlose und Immigranten kümmert. Oder bei den Zisterziensern von Santa Croce, die den Spagat zwischen Klausur und Sozialarbeit mit Prostituierten schaffen. Auch andere Gemeinschaften behaupten sich neben der katholischen Kirche: Protestanten, Juden und Buddhisten. Kritiker von Kirche und Religion sammeln sich bei den Freidenkern. Wie fromm sind die Römer? Viele sind eher dem Diesseits als dem Jenseits zugetan - wie anderswo auch. In der Stadt des Papstes hat die katholische Kirche ihr Glaubensmonopol verloren. Wiederholung, Donnerstag, 25. Juli 2002, 12.00 - 12.30 Uhr. WDR Fernsehen, Sonntag, 28. Juli 2002, 16.30-17.00 Uhr Unter dem Himmel von Wien Film von Renata Schmidtkunz "Der Herrgott muas ein Wiener g'wesn sein" heißt eines der berühmten Wienerlieder, die ja bekanntlich die Seele des Volkes widerspiegeln. Die Stadt des Walzers, des Weines und der Psychoanalyse lebt bis heute von vielen Klischees - und hat ein ganz eigenes Verhältnis zur Religion. Unter dem Himmel von Wien wird der Besucher an jeder Ecke über die in Stein gehauene religiöse Sinnlichkeit stolpern, die das Flair dieser Stadt ausmacht. Ob Stephansdom oder Karlskirche, Synagoge oder Moschee - in Wien entkommt man nicht der Auseinandersetzung mit dem Himmlischen. Wichtig für das Leben in Wien bleibt die katholische Kirche. Einst war sie mit dem Kaiserhaus der Habsburger eine staatstragende Ehe eingegangen. Bis heute gilt Österreich als katholisches Land. Die evangelische Kirche ist eine Minderheit, die aber aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnimmt und sich für andere Minderheiten z.B. Flüchtlinge stark macht. Den Islam brachten Gastarbeiter mit. Doch seitdem die Türken zweimal vor den Toren Wiens standen, hat man zu den Muslimen ein zwiespältiges Verhältnis. Juden gibt es in Wien seit 800 Jahren - oft war das eine leidvolle Geschichte. Ob Sigmund Freud, Karl Krauss oder Gustav Mahler - Juden haben immer das Wesen dieser Stadt mitgeprägt. Fünf Wiener und Wienerinnen - unterschiedlicher religiöser Herkunft - erzählen über sich und das religiöse Leben der Stadt. Wiederholung, Donnerstag, 01. August 2002, 12.00 - 12.30 Uhr. Redaktion: Friedhelm Lange ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen Veronika Nowak, WDR-Pressestelle Tel. 0221 / 220 4607 Foto erhältlich unter www.ard-foto.de. Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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