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"Was geht mich das an?": Neue WDR-Doku-Reihe erzählt Geschichte jung und persönlich

Köln (ots) -

Berliner Mauer, RAF, Kosovo-Krieg, NS-Zeit - Die neue WDR-Doku-Reihe 
"Was geht mich das an?" erzählt Geschichte aus einem persönlichen 
Blickwinkel und schlägt die Brücke ins Jetzt. Von historischen 
Lebenswegen und Ereignissen zu den jungen Zuschauern von heute, die 
sich fragen: "Hätte die Vergangenheit auch anders laufen können?" und
"Wie würde ich heute handeln?" 

Im Mittelpunkt der vierteiligen Reihe stehen fiktive Handelnde aus 
der entsprechenden Zeit. Dargestellt werden sie von den Schauspielern
Pit Bukowski ("Die Mauer"), Christian Löber ("Die RAF") Benjamin 
Schroeder ("Der Kosovo-Krieg") und Judith Neumann ("Die NS-Zeit"). 
Die Schauspielszenen treten in Dialog mit beeindruckendem 
Archivmaterial, das die Ereignisse der Zeit aufleben lässt und das 
die Musik von Elektro-Produzent "Occupanther" emotional in die 
Gegenwart holt. Zu sehen sind die 45-minütigen Dokumentationen ab 5. 
Oktober 2016 um 22.55 Uhr (Folge 1 und 2) bzw. 23.25 Uhr (Folge 3 und
4) im WDR Fernsehen und danach ein Jahr lang in der WDR-Mediathek 
(wdr.de/mediathek). "Planet Schule" zeigt die Reihe am 5. und 7. 
Oktober (jeweils 7.20 und 7.50 Uhr) in 30-Minuten-Folgen. Auf 
planet-schule.de stehen die Filme, ergänzt mit Unterrichtsmaterial, 
fünf Jahre lang zum Download bereit. Alle Infos gibt es hier: 
wasgehtmichdasan.de 

Die Mauer
In der ersten Folge verkörpert Pit Bukowski einen fiktiven 
DDR-Grenzsoldaten, der auf einen Flüchtenden schießt. Der Film sucht 
in der Todeszone zwischen Ost und West nach Antworten auf die Frage 
"Mussten die DDR-Grenzer auf Menschen schießen oder gab es auch 
andere Möglichkeiten?". Die Dokumentation wirft dabei auch allgemeine
Fragen auf: "Wie weit gehe ich, um ein System zu schützen?", "Wann 
gehorche ich, wann widersetze ich mich einer Anweisung?". Ergänzt 
wird die Erzählung durch Interviews mit den Wissenschaftlern Marion 
Detjen und Gerhard Sälter sowie Musiker Thomas Hübner alias Clueso, 
der in Erfurt aufgewachsen ist. 

Die RAF
Christian Löber stellt einen fiktiven Terroristen der Roten Armee 
Fraktion (RAF) dar. Mit aller Macht aufrütteln, etwas verändern, sich
gegen den Staat stellen - auch um den Preis, Menschenleben zu opfern.
"Was geht mich das an?" begibt sich auf die Suche nach der 
moralischen Entscheidung zwischen System und Rebellion - alles aus 
der Perspektive eines RAF-Terroristen, der überzeugt war, das 
Richtige zu tun. Die Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit den 
Wissenschaftlern Wolfgang Kraushaar und Sabine Bergstermann sowie 
"Baader"-Regisseur Christopher Roth.

Der Kosovo-Krieg
Benjamin Schroeder verkörpert den fiktiven Charakter eines 
Bundeswehrsoldaten, der basierend auf Zeitzeugeninterviews und realen
Biographien entwickelt wurde. Der Soldat erzählt von den 
Entscheidungen, die sein Leben verändert haben: "Sind militärische 
Mittel gerechtfertigt, um Verfolgte zu schützen?" "Wofür riskiere ich
mein Leben?". Interviews, u.a. mit der Historikerin Marie-Janine 
Calic und der ARD-Korrespondentin Susanne Glass, ergänzen Schauspiel 
und historische Bilder.

Die NS-Zeit
Judith Neumann stellt eine NS-Mitläuferin dar. Ihre Rolle basiert auf
historischen Tagebuchaufzeichnungen von Jugendlichen, weiteren 
historischen Quellen und aktuellen Forschungsergebnissen. Im 
Mittelpunkt stehen Fragen wie "Warum war Hitler so faszinierend für 
viele Jugendliche?", "Schauen wir heute in ähnlichen Situationen 
weg?" und "Wo beginnt Mitschuld?". Die Dokumentation verfolgt das 
Denken und Handeln einer jungen NS-Mitläuferin - vor dem Hintergrund 
heutigen Wissens und heutiger Werte, eingeordnet durch Interviews mit
den Historikern Kathrin Kollmeier und Sascha Lange.

Redaktion: Lena Brochhagen, Christiane Hinz, Birgit Keller-Reddemann,
Mareike Potjans / Produktion: vydy.tv im Auftrag des Westdeutschen 
Rundfunks

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de 
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