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WDR-Intendant Pleitgen eröffnet Internationales Siegfried-Wagner-Symposium im WDR-Funkhaus - "Die heilige Linde"-Uraufführung am 17. Oktober in der Kölner Philharmonie

    Köln (ots) - WDR-Intendant Fritz Pleitgen hat bei der gestrigen
Eröffnung des Internationalen Siegfried-Wagner-Symposiums das Werk
des Komponisten gewürdigt. "Mit jeder Aufführung der Werke Siegfried
Wagners rückt die Musik des Sohnes etwas weiter aus dem Schatten
Richard Wagners. Ich bin mir sicher: Nach diesem Symposium und der
Uraufführung seiner Oper 'Die heilige Linde' wird Siegfried Wagner
sehr an Popularität gewinnen", so Pleitgen gestern Abend vor
Musik-Wissenschaftlern im Kölner WDR-Funkhaus.
    
    Das Symposium steht ganz im Zeichen der konzertanten Uraufführung
der Siegfried Wagner-Oper 'Die heilige Linde' am morgigen Mittwoch,
17. Oktober 2001, 19.00 Uhr in der Kölner Philharmonie. Es spielt das
WDR Sinfonieorchester Köln unter Leitung von Werner Andreas Albert,
der auch Präsident der Internationalen Siegfried-Wagner-Gesellschaft
ist. Mit dabei sind die renommierten Solisten Dagmar Schellenberger,
John Wegner, Thorsten Scharnke und Volker Horn sowie der WDR
Rundfunkchor Köln; die Einstudierung hatte Godfried Ritter. Eine
weitere Aufführung am Freitag, 19. Oktober 2001 in der Kölner
Philharmonie wird vom Kulturradio WDR 3 ab 19.00 Uhr live übertragen.
    
    Siegfried Wagner hatte die Oper 1927 fertiggestellt. Religiöse
Verblendung und politische Intrigen bestimmen die Handlung der Oper,
die sich für die gegenseitige Befruchtung der Religionen einsetzt.
Obwohl die Ouvertüre seit ihrer Bayreuther Uraufführung 1924 zu den
erfolgreichsten Orchesterwerken des Komponisten gehört und in vielen
Einspielungen vorliegt, blieb die Oper ungedruckt und ungespielt: Im
Dritten Reich wurde das Werk abgelehnt, da die Opernhandlung nicht in
das Weltbild der Nationalsozialisten passte. Später wehrte sich die
Familie Wagner, insbesondere Siegfried Wagners Frau Winifred und sein
Sohn Wolfgang gegen Veröffentlichungen der Siegfried-Wagner-Werke.
Der WDR hat das als Handschrift vorliegende Notenwerk der Oper mit
Unterstützung von Werner Andreas Albert sowie der Internationalen
Siegfried-Wagner-Gesellschaft in Australien drucken lassen.
    
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des weltweit ersten
Siegfried-Wagner-Symposiums tauschen sich noch bis Samstag, 20.
Oktober über das Werk des Komponisten, dessen internationaler
Rezeption und Aufführungspraxis aus. Die wissenschaftliche Leitung
hat Prof. Dr. Peter P. Pachl. Veranstalter der Fachtagung mit
Wagner-Experten aus aller Welt sind neben dem WDR, die Internationale
Siegfried-Wagner-Gesellschaft (ISWG), die Hochschule für Musik Köln
und das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Köln.
    
    Im Konzertsaal der Hochschule für Musik werden am Donnerstag, 18.
Oktober, 20.00 Uhr Kammermusik und Lieder von Siegfried Wagner
vorgetragen. Das Symposion schließt am Samstag, 20. Oktober mit der
öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema "Siegfried Wagner singen",
die von 10.00 bis 13.00 Uhr in der Musikhochschule stattfindet. Neben
den Interpreten der Uraufführung ist auch Martha Mödl, die in
Wagners "Friedensengel" als Frau Kathrin und in "Sonnenflammen" als
Eustachia auf der Bühne stand, zu Gast. Die Diskussion moderiert Fono
Forum-Chefredakteur Thomas Voigt.
    
    
    Für alle Konzerte sind noch Restkarten zu haben.
    
    Siegfried Wagner
    Die heilige Linde op. 15 (1927)
    Oper in 3 Akten
    Konzertante Uraufführung
    WDR Sinfonieorchester Köln
    Leitung: Werner Andreas Albert
    Arbogast: John Wegner, Bariton
    Hildegard: Dagmar Schellenberger, Sopran
    Fritigern: Torsten Scharnke, Tenor
    Philo: Volker Horn, Tenor
    WDR Rundfunkchor Köln
    Einstudierung: Godfried Ritter
    
    Uraufführung: Mittwoch, 17. Oktober 2001
    Freitag, 19. Oktober 2001
    19.00 Uhr
    Kölner Philharmonie
    
    
    Siegfried Wagner Symposium
    
    Montag, 15. Oktober, bis Freitag, 19. Oktober 2001,
    im WDR, Funkhaus Wallrafplatz
    
    
    Weitere Informationen bei www.siegfried-wagner.org
    
    
    
ots Originaltext: WDR
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