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"Anke hat Zeit" für Norbert Bisky: Der Maler spricht im WDR über die "fiese Fratze des DDR-Sozialismus"

Köln (ots) - Norbert Bisky, 1970 in Leipzig geboren, ist einer der wichtigsten deutschen Maler der Gegenwart. In der Sendung "Anke hat Zeit" (Samstag, 15. November, 22.45 Uhr, WDR Fernsehen) spricht er unter anderem über seine Zeit bei der Nationalen Volksarmee (NVA). Mit 19 Jahren wurde er Soldat und sollte in der DDR "auf dämliche Raketen aufpassen". Weil er "Fahnenflucht" beging, kam er in ein Militärgefängnis und hatte dort mit Befehlshabern zu tun, "mit Menschen, denen möchte ich kein zweites Mal begegnen. Bei diesem Erlebnis ist mir die ganze fiese Fratze des DDR-Sozialismus klar geworden".

"Für mich war das ein Schlüsselmoment, eine ganz wichtige Erfahrung", so Bisky im Gespräch mit Anke Engelke. "Die DDR mag ja für manche Leute ein friedliches Land gewesen sein, aber eigentlich war es ein furchtbares Land. Wehe, wenn man den schmalen Grat überschritt und etwas tat, was den Personen an der Macht nicht gefiel." Norbert Bisky (44) begann nach der Wende ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte, ehe er ab 1993 die Freie Kunsthochschule in Berlin besuchte; später studierte er bei Georg Baselitz an der Hochschule der Künste, dessen Meisterschüler er wurde.

"Anke hat Zeit" präsentiert in loser Folge Künstler, Querdenker und Talente, die man sonst nie oder zu selten im Fernsehen sieht. Gequatscht, gelesen und musiziert wird 90 Minuten lang, absolut subjektiv und mit ansteckender Leidenschaft im Wohnzimmer-Ambiente des Kölner Stadtgarten. Weitere Gäste am 15. November sind Schauspielerin Annette Frier, Geigerin Patricia Kopatchinskaja, Soziologe und Autor Harald Welzer, Musikerin Zaz, Autorin Barbara Yelin, die Band "Sommerplatte" sowie die Musiker Uri Cane und Han Bennink. Die Sendung ist eine Produktion des WDR in Zusammenarbeit mit der Initiative Kölner Jazz Haus.

Achtung: Zitatverwendung nur im Zusammenhang mit WDR-Sendung "Anke hat Zeit" und Sendetermin (15.11., 22.45 Uhr, WDR Fernsehen).

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