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Das Erste, Sonntag, 1. Oktober 2000, 17.30 Uhr - 18.00 Uhr
Ohne meinen Zivi ... Ein Film von Gisela und Udo Kilimann

Köln (ots) - Von morgens bis abends braucht die 27-jährige Studentin Constanze Schnepf Unterstützung. Sie ist schwerstbehindert, sitzt im Rollstuhl. Ob Haare waschen, essen oder Arbeit am Computer. Bisher hat ihr dabei immer ein Zivildienstleistender geholfen. In diesem Jahr schließt sie ihr Diplom im Fach Sozialarbeit ab. Doch Christoph Statetzni könnte jetzt ihr letzter Zivi gewesen sein. Schon in diesem Jahr wurde beim Zivildienst drastisch reduziert, weniger Geld und kürzere Dienstzeit. Wird die Wehrpflicht im Zuge der Bundeswehrreform eingeschränkt, hat das auch beim Zivildienst weitere Einschnitte zur Folge. Derzeit sind noch rund 125.000 Zivildienstleistende unentbehrlich. Constanze Schnepf beginnt demnächst einen Job als Sozialarbeiterin. Unterstützung im Alltag braucht sie weiterhin. Ob dafür aber der gewohnte Zivildienstleistende zur Verfügung steht, ist ungewiss. Die Wohlfahrtsverbände bringen Alternativmodelle ins Gespräch. Eine Kommission der Bundesregierung legt in diesem Herbst ein Konzept vor. Gesucht wird: Ersatz für den Zivi. Redaktion: Friedhelm Lange ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: Barbara Brückner, WDR-Pressestelle Tel. 0221 / 220 4607 Fotos über www.ard-foto.de Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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