WDR Westdeutscher Rundfunk

Pleitgen: Internet wird künftig dritte Programmsäule
Ausbau von wdr.de zum lnformationsportal für Nordrhein-Westfalen

    Köln (ots) - Den Ausbau des Internet zu einer dritten
Programmsäule hat Intendant Fritz Pleitgen in Köln angekündigt. Wie
in Hörfunk und Fernsehen stehe der WDR auch im Internet für ein
weltoffenes nordrhein-westfälisches Angebot. "wdr.de" solle nicht nur
die bisherigen Zuschauer und Zuhörer ansprechen, sondern vor allem
auch neue Nutzergruppen. Es gelte, die erste Adresse für verlässliche
Informationen in Nordrhein-Westfalen zu werden. Mehr Gewicht liege
auf der aktuellen Nachrichtengebung. Schnelligkeit und
Verlässlichkeit seien die Kerntugenden des künftigen Angebots.
Pleitgen: "wdr.de ist das journalistische Informationsportal für
Nordrhein-Westfalen. Nicht die Quantität der Verlinkungen, sondern
ihre Qualität und Bewertung zählt." Als ersten Schritt kündigte der
Intendant einen Relaunch der WDR-Homepage an. Jüngere Zielgruppen
sollten vermehrt durch starke Einzelangebote wie das bereits
bestehende einslive.de oder maus.de angesprochen werden. Die
bisherigen programmbegleitenden Angebote sollen weiterhin das
Fundament im Internet bilden, sie sollen durch das zentrale Portal
wdr.de in Zukunft aber besser als bisher erschlossen werden. Für das
erweiterte Engagement im Internet soll eine eigene, journalistisch
geführte Online-Einheit beim Intendanten angesiedelt werden.
    
    Darüber hinaus sollen die WDR-Aktivitäten im Online-Bereich mit
der ARD synchronisiert werden. Es gehe darum, ard.de zu einer
wettbewerbsfähigen Dachmarke zu entwickeln, zu dem Portal im
Informationsbereich. "Im Meer der Angebote muss man Marken setzen,
die für den Nutzer zum Inbegriff von Qualität und Verlässlichkeit
werden. Im Bereich von Information und Aktualität sollte uns das
nicht schwer fallen. Hier halten wir in der ARD alle Trümpfe in der
Hand", sagte Pleitgen.
    
    Pleitgen hatte zuvor auf die Schlüssel-Rolle hingewiesen, die dem
öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der digitalen Welt zukomme. Die
Schere zwischen denen, die "drin sind" und denen, die draußen
blieben, öffne sich immer weiter. Es dürfe aber nicht dauerhaft zu
einer medialen Zweiklassengesellschaft kommen. Pleitgen: "Der
öffentlich-rechtliche Rundfunk ist von seinem Auftrag her die
Kommunikationsplattform für alle und nicht von kommerziellen und
politischen Interessen abhängig. Unsere zukünftige Aufgabe wird nicht
nur der verantwortungsvolle Umgang mit Hörfunk und Fernsehen, sondern
auch mit dem Internet sein. Glaubwürdigkeit wird unser Erfolgsfaktor
sein. Unabhängigkeit ist eine Voraussetzung für Glaubwürdigkeit."
Voraussetzung zur Erfüllung des Auftrages, so der Intendant, sei die
gleichberechtigte Teilhabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf
allen relevanten Programmplattformen.
    
    
ots Originaltext: WDR
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Rückfragen: Gudrun Hindersin, WDR-Pressestelle, 0221/220-2407

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