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Goldene Palme für Lars von Trier
WDR-Kino-Koproduktion "Dancer in the Dark" erhält Hauptpreis bei den Filmfestspielen in Cannes

    Köln (ots) - Mit einem Triumph des dänischen Regisseurs Lars von Trier und seiner isländischen Hauptdarstellerin Björk endeten die 53. Filmfestspiele in Cannes. Für Triers Musical "Dancer in the Dark" hielt die Jury unter Vorsitz des französischen Regisseurs Luc Besson die "Goldene Palme" bereit. Die Sängerin Björk wurde überdies als beste Schauspielerin ausgezeichnet. "Für den WDR bedeutet die Auszeichnung für "Dancer in the Dark" einen weiteren Höhepunkt seiner europäischen Kino-Koproduktionen", stellt Intendant Fritz Pleitgen fest, "dieser Preis ist für uns eine Herausforderung auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren".

    "Dancer in the Dark" hatte bei der Premiere am vergangenen
Mittwoch das Festivalpublikum in seinen Bann geschlagen und galt
seitdem als Favorit auf den begehrten Hauptpreis in Cannes. "Dancer
in the Dark" ist als internationale Koproduktion von Zentropa/Pain
Unlimited entstanden, wobei auf deutscher Seite der WDR sich als
Fernsehpartner engagiert hat. Gefördert wurde die Produktion durch
die Filmstiftung NRW. "Unsere Strategie, im Verbund mit der
NRW-Filmstiftung und ARTE bei dem neuen Trier-Film einzusteigen, ist
aufgegangen", freut sich der im WDR für das Projekt zuständige
Fernsehfilm-Redakteur Michael André. Fernsehfilmchef Gebhard Henke
erinnert daran, dass der WDR dem Dänen Lars von Trier schon
"frühzeitig eine künstlerische Heimat" gewesen ist. Schon bei der
legendären Krankenhausserie "Geister" war der Kölner Sender dabei.
        
    "Dancer in the Dark" erzählt die melodramatische Geschichte der
tschechischen Immigrantin Selma (Björk), die in einer Werkzeugfabrik
im amerikanischen Nordwesten der 60er Jahre arbeitet und allmählich
erblindet. Um ihrem Sohn Gene, der ebenfalls an dieser seltenen
Erbkrankheit leidet, gleiches Schicksal zu ersparen, versucht sie mit
allen Mitteln, ihm eine Augenoperation zu ermöglichen. Mit modernster
Videotechnik gedreht, hat dieses Kino der schicksalhaften
Verwicklungen und der musikalischen Traumwelten die Filmkritik wie
das Publikum an der Croisette vor Bewunderung "auf die Knie
gezwungen" (La Tribune de Genève) und in einer deutschen Kritik hieß
es: "Wenn Björk weint, strahlt Cannes".      

    Für den WDR setzt sich mit dem Trier'schen Triumph in Cannes die
Erfolgsserie der beiden letzten Jahre fort. Zuletzt hatte Aleksandr
Sokurov für "Moloch", Theo Angelopoulos für "Die Ewigkeit und ein
Tag" sowie der Ken Loach-Schauspieler Peter Mullan in "My Name is
Joe" Preise beim Festival erhalten. In diesem Jahr war der WDR gleich
mit drei Filmen im Wettbewerb sowie zwei weiterenin der Sektion
"Certain Regard" vertreten. "Cannes ist offenbar ein gutes Pflaster
für uns, freut sich Michael Schmid-Ospach, der als
WDR/ARTE-Koordinator sich für das Zustandekommen der internationalen
Koproduktionen eingesetzt hat.
    
    
ots Originaltext: WDR
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