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WDR-Pressemitteilung
Überfüllte Züge wegen verschärfter ICE-Kontrollen
15.10.2008

Düsseldorf (ots)

Das Eisenbahn-Bundesamt hat Recherchen des WDR
bestätigt, nach denen die Inspektions-Intervalle der ultramodernen 
ICE-3-Züge erneut verkürzt worden sind.
Nach der Entgleisung eines Zuges dieser Bauart im Kölner Bahnhof 
am 9. Juli dieses Jahres, hatte das Eisenbahn-Bundesamt die 
Intervalle zur Inspektion der Radsatzwellen von 300.000 Kilometer auf
60.000 beziehungsweise 120.000 Kilometer veranlasst. Wie der WDR 
exklusiv erfuhr, müssen die Radsatzwellen nun alle 30.000, bzw. 
60.000 Kilometer kontrolliert werden. Das Eisenbahnbundesamt hatte 
die DB zunächst zu einer millimetergenauen Überprüfung der 
Radsatzwellen verpflichtet. Dazu sah sich die DB nach Aussage des 
Eisenbahn-Bundesamtes nicht in der Lage. Daraufhin habe man eine 
zweimillimetergenaue Prüfung angeordnet mit der gleichzeitigen 
Verfügung die Intervalle zu halbieren.
In Folge dessen kommt es zu Beeinträchtigungen auf bestimmten 
Strecken - vorwiegend zwischen Ruhrgebiet und München, da keine 
Doppel- sondern nur noch Einfachzüge eingesetzt werden können. Ein 
Sprecher der DB in Berlin bedauerte dem WDR gegenüber 
"Komforteinschränkungen" für die Fahrgäste. In den Werkstätten würden
alle verfügbaren Kräfte im Drei-Schichten-Betrieb arbeiten, um die 
Züge schnell wieder in Betrieb setzen zu können.

Pressekontakt:

Sonja Steinborn, WDR-Pressestelle, Funkhaus Düsseldorf
0211 8900 506 sonja.steinborn@wdr.de

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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