WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR Fernsehen, Donnerstag, 27. Januar 2000, 23.00 bis 0.00 Uhr
WDR talkshow Kauf mich - Alles eine Frage des Preises
Über Fluch und Segen der Käuflichkeit Mit Sabine Scholt

Köln (ots) - Was bringt Menschen dazu, ihren Körper, ihre Seele, ihre Überzeugung zu verkaufen? Wer gewinnt bei diesem Deal, wer sind die Verlierer? Zum Thema: "Kauf mich - Alles eine Frage des Preises. Über Fluch und Segen der Käuflichkeit" hat Sabine Scholt Gäste eingeladen, die alle Seiten der Käuflichkeit kennen gelernt haben. Wie der niederländische EU-Beamte Paul van Buitenen, der einen Korruptionsskandal aufdeckte, der Europa erschütterte. Oder Hansjürg Stückelberger, der sein Leben riskiert, um in Afrika Sklaven von korrupten Händlern zurückzukaufen. Und die Berliner Prostituierte Felicitas Weigmann, die ihren Körper verkauft. Der 42-jährige Paul van Buitenen - Ex-Budgetmanager und stellvertretender Rechnungsprüfer bei der EU in Brüssel - kämpft weiter gegen Korruption und Betrug, nachdem im Wesentlichen seine Enthüllungen über Schiebereien und Vetternwirtschaft zum Sturz der gesamten Europäischen Kommission geführt hatten. Neben anderen mussten Jacques Santer, Martin Bangemann und Edith Cresson ihren Hut nehmen. "Die Zeit" schrieb über ihn: "Der kleine Buchhalter Paul van Buitenen wurde zum Kronzeugen der Brüsseler Misswirtschaft. Seither gilt er (...) als Märtyrer der Eurokratie." Nach einer viermonatigen Beurlaubung suspendierte ihn die EU-Kommission vom Dienst als Rechnungsprüfer und setzte ihn an eineisolierte Stelle in der Verwaltung. Details des Skandals beschrieb er in seinem Buch "Unbestechlich für Europa". Sklavenhaltung wurde im 19. Jahrhundert verboten und im 20. Jh. geächtet. Dennoch blüht der Handel mit menschlicher Ware auch im 21. Jahrhundert, werden z.B. im Sudan ganze Dorfgemeinschaften entführt und als billige Arbeitskräfte an korrupte Farmer, Bergbau-Unternehmer und Bordellbesitzer verschachert. Einer, der massiv gegen solche Machenschaften kämpft, ist der "Sklavenbefreier" Hansjürg Stückelberger. Der Geistliche aus der Schweiz gründete 1977 in Zürich die "Christian Solidarity International" (CSI), ist heute deren internationaler Präsident. Er befreite selbst viele Afrikaner durch Rückkauf. Felicitas Weigmann gilt als eine "moderne Puffmutter". Mit Engagement versucht sie, bessere Arbeitsbe-dingungen für die Frauen in ihrem "Café Pssst" in Berlin zu schaffen. Vehement setzt sie sich für die Legalisierung der Prostitution ein, genauso energisch aber bekämpft sie die Heuchelei der Gesellschaft gegenüber käuflicher Liebe. WEITERER GAST Jürgen Rüttgers - Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion und Chef der nordrhein-westfälischen CDU. Liebe Kollegen, wenn Sie bei der WDR talkshow dabei sein möchten (Donnerstag, 27. Januar 2000, Aufzeichnungsbeginn 21.00 Uhr, Studio Bocklemünd, Freimersdorfer Weg 6, 50829 Köln), akkreditieren Sie sich bitte in der WDR-Pressestelle bei Barbara Brückner, Tel.: 0221 / 220 4607. Redaktion Martina Müller ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Fragen an Barbara Brückner, WDR-Pressestelle Tel: 0221 / 220 4607 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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