Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Internet-Vermittlung von Neuwagen: Autohandel braucht Lösungen

Leipzig/Bonn (ots) - Die wachsende Zahl von Neufahrzeugen, die über Internet-Portale an Endkunden vermittelt werden, macht dem Autohandel Sorgen. "Es kann nicht sein, dass die Auflagen für das klassische Autohaus immer höher werden, wenn zugleich immer mehr Kunden ihre Fahrzeuge über andere Kanäle beziehen", sagte Ulrich Fromme, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), anlässlich des 3. Fabrikatshändlerkongresses in Leipzig. Daher sei es eine ganz wichtige Herausforderung für den Handel, hierzu sehr bald Gespräche mit den Autoherstellern und Importeuren zu führen und dort die Interessen des Handels zu vertreten.

Einer aktuellen Marktstudie zufolge liegt das Jahresvolumen der über das Internet vermittelten Neuwagen in Deutschland aktuell bei etwa 35 000 Einheiten und soll bis zum Jahr 2015 auf zirka 100 000 Fahrzeuge steigen. Das entspricht einem Anteil von ein bis drei Prozent des Neuwagenmarktes in Deutschland.

Parallel dazu steigt die Bereitschaft der Kunden, ein Auto im Internet zu kaufen. Laut einer Capgemini-Studie sind weltweit 42 Prozent der Käufer dazu bereit, in Deutschland ist es immerhin ein Drittel. Hauptgründe für den Kauf im Internet sind der Preisvorteil sowie die einfache und schnelle Kaufabwicklung. Die Händler betrachten das Geschäft durchaus differenziert. Laut einer Branchenbefragung aus dem vergangenen Jahr hat bislang lediglich rund ein Fünftel der befragten Händler direkte Erfahrungen mit Onlinevermittlern im Neuwagengeschäft gemacht. Sie befürchten vor allem immer höhere Rabatte, den erschwerten Aufbau von Kundenbeziehungen sowie die Kannibalisierung konventioneller Geschäfte. "Das Konsumverhalten der Menschen ändert sich. Das können wir nicht aufhalten, sondern müssen uns dem stellen und im Sinne der Händler gestalten", so Ulrich Fromme. Der ZDK werde entsprechende Konzepte entwickeln und den Fabrikatshändlerverbänden für ihre Gespräche mit den Herstellern und Importeuren bereitstellen.

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Ulrich Köster, Pressesprecher
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