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ADAC Deutschland Klassik 2017: Alltagsklassiker und Traumautos auf den Spuren der Geschichte

ADAC Deutschland Klassik 2017: Alltagsklassiker und Traumautos auf den Spuren der Geschichte
Borgward Isabella Coupé, ADAC Deutschland Klassik 2017, Fulda, Hessen, Thüringen Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7849 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ADAC/Arturo Rivas / ADAC"

München/Fulda (ots) -

   - Vom 5. bis zum 9. Juli entspannt unterwegs im grünen Herzen 
     Deutschlands
   - Mehr als einhundert Klassiker mit Stahldach und Stoffhaube
   - Historische Luxuskarossen treffen auf die Brot-und-Butter-Autos 
     von gestern 

Mit dem Start der ADAC Deutschland Klassik 2017 in Fulda setzt sich am 5. Juli ein rollendes Museum mit über einhundert historischen und klassischen Fahrzeugen in Bewegung. Beim entspannten Oldtimer-Wandern durch das grüne Herz Deutschlands zwischen Hessen, Bayern und Thüringen treffen sich automobile Schätze der Baujahre 1911 bis 1987, um Land und Leute entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zu erkunden. Bei den zahlreichen Zwischenstopps der viertägigen Tour kommen Benzingespräche, Kultur und Kulinarik ebenfalls nicht zu kurz.

Das älteste Fahrzeug bei der achten Auflage der ADAC Deutschland Klassik ist ein wahrer Methusalem. Der Ford Model T Tourabout von Wilfried und Elisabeth Roth aus dem Baujahr 1911 schnauft mit 20 PS durch die Lande. Bereits etwas jünger ist das Auto von Peter und Doris Arnold: Ihr Chevrolet Universal Tourer 6 Series AD stammt aus dem Jahr 1930 und bringt immerhin kraftvolle 50 PS auf die Straße. Die beiden Veteranen aus der Jugendzeit des Automobils entsprechen mit ihrem Look dem klassischen Oldtimer - Holzräder und riesige Scheinwerfer erinnern an die Zeit, als die Autos ihre Verwandtschaft zur Pferdekutsche nicht leugnen konnten.

Freistehende Kotflügel, Speichenräder und eine endlos lange Motorhaube - das sind die Merkmale eines wahren Veteranen der Vorkriegszeit. Bernd Hofius und Susanne Nüsser können über dieses Klischee nur lächeln. Ihr Panther Kallista sieht aus wie ein Hollywood-Traumauto aus den 30er Jahren, stammt in Wahrheit aber aus dem Jahr 1984. Der knallrote Retro-Renner ist inzwischen selbst ein Klassiker und dürfte bei manchem vermeintlichen Autokenner für gehörige Verwirrung sorgen.

Mondän, souverän und schnittig präsentieren sich dagegen die Vertreter der 30er Jahre im Teilnehmerfeld. Das Horch 780 Sport-Cabriolet von Frank und Pia Riedel kostete 1932 gigantische 16.500 Reichsmark - ein Durchschnittsverdiener hätte dafür über acht Jahre lang seine Monatslöhne sparen müssen! Das stattliche Cabrio zeichnet sich durch die elegante Karosserie und seine Panoramafrontscheibe aus und dürfte mit seinen 100 PS auch an den Steigungen keine Probleme bekommen. Das gilt erst recht für den Bugatti Typ 57 mit Ventoux-Karosserie von Francois und Madeleine Feller, der mit 135 PS 1938 in der Liga der exklusiven Sportcoupés ganz oben mitspielte. Die wunderschöne Art-Deco-Formgebung des elsässischen Fahrzeugs ist auch auf den Straßen der Rhön und in den Tälern der Werra immer noch ein echter Hingucker. Das Mercedes-Benz 230 Cabriolet B galt Ende der 30er Jahre als Verkaufsschlager in seiner Klasse - Frieder E. und Evmarie Rädeker treten mit ihrem 1939er Modell an.

Dass man mit knapp 14 PS und nur drei Rädern durchaus mithalten kann, zeigt der Tempo Hanseat Kombi von 1950, der von Arnold Berke und Klaus Beschke pilotiert wird. Im engen Führerhaus des charmanten Zweitaktmobils darf man sich trotzdem nobel fühlen: Die seltene Kombikarosserie des Nutzfahrzeugs stammt vom Edel-Blechschneider Hebmüller. Zwei Traumwagen der Wirtschaftswunderzeit ergänzen die automobile Nierentisch-Epoche: Vom Mercedes-Benz 220 S Cabriolet träumten Mitte der 50er Jahre genauso viele Schuljungen wie vom Borgward Isabella Coupé. Horst und Gudrun Lehmbach sitzen heute auf den Lederpolstern des Mercedes, während Andreas und Maria Bauer aus dem Innern des hanseatischen Luxuswagens die eleganten Linien der zweifarbigen Karosserie genießen.

Bei allem Luxus - weniger ist manchmal mehr. Auch bei der ADAC Deutschland Klassik 2017 dürften die Brot-und-Butter-Autos von gestern bei den Zuschauern die wahren Helden sein. Mit den heute fast verschwundenen Alltagsautos von einst kann schließlich jeder etwas verbinden. Der grüne 1976er Golf 1 von Andreas und Bianca Wehlen sorgt bestimmt ebenso für "So einen hatten wir auch mal!"-Momente wie die "Ente" von Günter und Christiane Knaupmeier, die im Look des Sondermodells "Charleston" von 1984 und mit dem typischen Geschnatter des 2 CV-Luftboxers im Bug daherkommt.

Wenn die Teilnehmer der Autowanderung in diesem Jahr links und rechts der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze mit viel Fahrspaß unterwegs sind, dürfen Vertreter aus dem Osten natürlich nicht fehlen. Auch jenseits des Eisernen Vorhangs kannte man die Unterscheidung zwischen Luxusklasse und Alltagsauto: Der futuristische Tatra 2-603 von Hans-Karl Jahn und Gabriele Fiedler war 1965 mit seinem luftgekühlten V8-Motor im Heck ein anspruchsvolles High-Tech-Produkt der damaligen CSSR und meist nur für linientreue Genossen verfügbar. Näher am Volk, aber immer noch mit langer Lieferzeit behaftet, war der Wartburg 353 von Reinhold und Brigitte Bikar, dessen Hubraum von 993 ccm für 50 vollgasfeste PS gut ist. Mit dem Baujahr 1987 ist der DDR-Klassiker gleichzeitig eines der jüngsten Fahrzeuge im Tross der rollenden historischen Schmuckstücke.

Das Teilnehmerfeld der ADAC Deutschland Klassik ist auch 2017 wieder ein Garant für automobile Vielfalt und Fahrspaß in buchstäblich all seinen Formen. Ob Front- oder Heckantrieb, Vorkriegsklassiker oder 80er-Jahre-Oldie, Stahldach oder Stoffhaube - die über einhundert Autos der Klassik-Karawane sorgen bei ihrer Tour durch Hessen, Bayern und Thüringen garantiert nicht nur für Aufsehen, sondern auch für ein Lächeln bei den Zaungästen und Zuschauern.

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