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ADAC-Hubschrauberärzte fordern: Rettungseinsätze rechtlich besser absichern

    München (ots) - Riessersee - Die Besatzungen von
Rettungshubschraubern müssen bei ihren Einsätzen rechtlich besser
abgesichert werden. Zu diesem Ergebnis kommen die leitenden
Hubschrauberärzte des ADAC anlässlich ihrer Jahrestagung in
Riessersee bei Garmisch-Partenkirchen. "Es kann nicht sein", so Dr.
Erwin Stolpe, leitender Luftrettungsarzt am Klinikum München
Harlaching, "dass man in einer Situation, in der es auf Sekunden
ankommt, von der Besatzung eines Rettungshubschraubers umfangreiche
Sicherungsmaßnahmen verlangt und damit die Patientenversorgung in
unverantwortlicher Weise verzögert." Hintergrund: Ende letzten Jahres
wurde ein ADAC Rettungshubschrauber zu einem Verkehrsunfall gerufen
und landete auf einer Bundesstraße. Kurz nach der Landung kam es zu
einem Unfall mit einem Pkw, der in den Hubschrauber fuhr. Der Pilot
sollte nun wegen Verkehrsgefährdung angeklagt werden.
    
    Darüber hinaus beschäftigten sich die Notfallmediziner in
Riessersee mit Fragen des medizinischen Qualitätsmanagements und
diskutierten Fragen der optimalen Versorgung von Verletzten mit
Schädel-Hirn-Traumata. Künftig wird auch ein medizinisches
Qualitätsmanagement in der Luftrettung angewendet. Die Grundlage dazu
bietet eine exklusiv vom ADAC eingeführte medizinische
Einsatzdokumentation. Schließlich wurde auch detailliert vorgestellt,
wie der Rettungshubschrauber der Zukunft künftig konfiguriert sein
werden, um die Forderungen des Länderausschusses Rettungswesens
erfüllen zu können. Danach werden die Rettungshubschrauber im
Primäreinsatz (RTH) künftig so ausgestattet, dass sie auch voll als
Intensivtransporthubschrauber (ITH) eingesetzt werden können.
    
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