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Geisterfahrer
Irrweg in den Tod
ADAC-Tipps zum Thema Falschfahrer

München (ots) - Rund 1500 Autofahrer landen jährlich auf deutschen Autobahnen auf der Gegenfahrbahn. Viele dieser meist unabsichtlichen Geisterfahr-ten enden tragisch. Eckart Dyckerhoff vom ADAC gibt Verhaltensre-geln für den Fall, dass einem ein Geisterfahrer entgegenkommt oder man selbst auf der falschen Spur unterwegs ist. Geisterfahrer kommt entgegen: - Ruhig bleiben und rechts fahren. - Tempo nicht zu sehr verringern, damit ahnungslose Autofahrer nicht zum Überholen ansetzen. - Für trotzdem überholende Fahrzeuge auf die Standspur auswei-chen. - Gegebenenfalls einen Parkplatz aufsuchen und die Entwarnung abwarten. Selbst als Geisterfahrer unterwegs: - Auf keinen Fall wenden - Nicht versuchen auf den Standstreifen zu wechseln. - Ganz nach rechts an die Mittelschutzplanke heranfahren und mit eingeschalteter Warnblinkanlage anhalten. - Das Auto verlassen, dabei auf den Gegenverkehr achten und in sicherem Abstand hinter dem Wagen Schutz suchen. - Warten bis die Polizei da ist. Von den immer wieder geforderten technischen Gegenmitteln wie beispielsweise Sägezahngitter, die Falschfahrern die Reifen aufschlitzen sollen, hält Verkehrsexperte Dyckerhoff wenig. Eine flächendeckende Absicherung der zahlreichen Falschfahrmöglichkeiten an rund 2300 Anschlussstellen, Autobahnknoten usw. sowie der über 2100 Rastanlagen und Parkplätzen wäre nicht nur extrem teuer, sie würde auch korrekt fahrende Verkehrsteilnehmer gefährden können und den Einsatz von Rettungsfahrzeugen erschweren, die im Notfall gegen die Fahrtrichtung fahren müssen. Außerdem bieten auch solche Systeme keinen 100-prozentigen Schutz, zum Beispiel dann, wenn ein Autofahrer mitten auf der Fahrbahn wendet. Notwendig ist es nach Ansicht des ADAC, Schwachstellen als Folge falscher oder schlechter Beschilderung und Markierung zu beseitigen und unklare Situationen an Auffahrten baulich zu verändern. Wenn an einzelnen Stellen wiederholt Falschfahrer auftreten, muss die Ursache erforscht und beseitigt werden. ots Originaltext: ADAC Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Maximilian Maurer ADAC-Pressestelle Tel.: 089 76 76 2632 Fax: 089 76 76 2272 presse@zentrale.adac.de http://www.presse.adac.de Anfragen von Funk und TV bitte an das ADAC-Studio. Tel.: 089 76 76 2078 oder -2049 oder -2625 Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

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