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K1 Die Reportage: "Ein Riese auf Reisen - Braunkohlebagger 288 zieht um"
Ein Film von Claus Wischmann

    Unterföhring (ots) - Er ist größer als zwei Fußballplätze, wiegt
über 13.000 Tonnen und ist fast so hoch wie der Kölner Dom:
Schaufelradbagger 288. Der größte Bagger der Welt mit einem
Schaufelrad vom Ausmaß eines achtstöckiges Wohnhauses, macht sich auf
den Weg zu seinem neuen Arbeitsplatz. Der Gigant, der pro Tag 240.000
Tonnen Material abtragen kann, muss insgesamt 25 Kilometer
zurücklegen - ein dreiwöchiger Mega-Umzug mit Hindernissen.
    
    "K1 Die Reportage" begleitet den Braunkohlebagger auf seiner
dreiwöchigen Reise über Straßen, Flüsse, Äcker, Gleise, einen
Golfplatz und schließlich über die Autobahn. Da der Abbau und
Transport in Einzelteilen zu kostspielig wäre, muss der Bagger als
Ganzes reisen. Kostenpunkt der Dienstfahrt: 10 Millionen Mark.
Transportleiter Dr. Joachim Witzel und sein Team haben die Fahrt vom
Tagebau Hambach zum Tagebau Garzweiler ein Jahr lang minutiös
vorbereitet.
    
    K1 Autor Claus Wischmann zeigt die gigantische Logistik, die
hinter diesem Umzug steckt. Ein Dauereinsatzjob ist beispielsweise
die Stromversorgung von Bagger 288, dessen Elektromotoren auf eine
Höchstgeschwindigkeit von 10 Metern pro Minute beschleunigen können.
    
    Der Baggerfahrer braucht beinahe 10 Minuten, um vom Boden bis in
seine Fahrerkabine in luftiger Höhe zu kommen. Er kann die Strecke
von dort aus nicht selbst beobachten, denn er fährt mit dem Rücken
zur Fahrtrichtung. Um zu verhindern, dass der 240 Meter lange und 96
Meter hohe Stahlkoloss vom Weg abkommt, läuft immer ein Gruppenführer
außen mit.
    
    Landstraßen und Äcker sind für Bagger 288 relativ leicht zu
bewältigen, doch beim Aufeinandertreffen mit der Hauptstromleitung
der Stadt Aachen wird es kompliziert. "K1 Die Reportage" zeigt, wie
die Hochspannungsleitungen vom Mast genommen werden, damit der Bagger
auch dieses Hindernis nehmen kann.
    
    Im Verlauf des Mega-Umzugs werden Flüsse umgeleitet, Flussbette
zugeschüttet und später wieder freigeräumt. Die größte
Herausforderung ist jedoch die Autobahn A61. Sie muss am Wochenende
in der Nacht von Samstag auf Sonntag überquert werden. Kommt der
Bagger zu spät - muss er eine Woche auf seine nächste Chance warten.
Vier Stunden lang werden die Fahrbahnen in beiden Richtungen komplett
gesperrt. Damit der größte Bagger der Welt die Steigung zur Autobahn
schafft, lässt Transportleiter Witzel 100.000 Kubikmeter Erde und
Kies anschütten.
    
    K1 Die Reportage: "Ein Riese auf Reisen - Braunkohlebagger 288
zieht um" - am Donnerstag, den 21. März 2002, um 22:15 Uhr bei Kabel
1.
    
ots Originaltext: Kabel 1
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